Unternehmen / Finanz

Banken rüsten sich nur zaghaft für die Cloud

Während sie einfache IT-Dienstleistungen immer öfter auslagern, halten sich Schweizer Geldhäuser bei Kundendaten weiterhin zurück.

Der Ansturm war zu gross. Als in der letzten Februarwoche die Märkte einbrachen, griffen rund viermal mehr Swissquote-Kunden als normal auf ihre Handelskonten zu, um in Panik zu verkaufen oder den Markeinbruch für sich zu nutzen. Das System war am Anschlag, es kam zu Verzögerungen. Man habe das System darauf ausgelegt, die doppelte Kapazität normaler Handelstage zu stemmen, erklärte der CEO der Tradingbank Marc Bürki später. Sprich: Für diese seltenen, extremen Spitzen war die Infrastruktur schlicht nicht gemacht.

In der Theorie liegt die Lösung nah: Cloud-Banking. Der Bezug von Applikationen von externen Servern, auf denen ein Vielfaches an Rechenleistung zur Verfügung steht, ist auf dem Schweizer Finanzplatz etabliert. Ob kleine Geldhäuser, die aus Kostennot Software aus der Cloud beziehen, oder grosse, die neue Applikationen der besseren Skalierbarkeit wegen direkt auf fremden Servern platzieren – die Tendenz weg vom klassischen Serverraum ist da. Die Vorteile sind vielfältig: tiefere Kosten für Infrastruktur, flexible Rechenleistung, höhere Geschwindigkeit.

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