Unternehmen / Finanz

Banken schaffen es kaum in die Cloud

Digitalisierung wird in Finanzinstituten zu kurz gedacht. So bleiben Blockchain und Big Data nur Schlagworte.

Das Wertschöpfungsmodell der traditionellen Schweizer Bank ist unter Druck: Sie muss digitaler, offener und modularer werden, um zu überleben. Eine Schlüsselrolle kommt dabei der IT zu. In der Branche spricht man von einem «technologischen Klumpfuss» – einem schwerfälligen monolithischen System, das umgebaut werden muss, um die Umstellung auf die digitale Wertschöpfung überhaupt zu ermöglichen. So richtig viel passiert ist dort im Coronajahr aber nicht, urteilen heimische IT-Dienstleister.

Kernlose Cloud

Bei allen der derzeit 243 Schweizer Banken arbeiten im Hintergrund sogenannte Kernbankensysteme. Sie übernehmen die Abwicklung von Spar-, Kredit- oder Anlageprozessen. IT-Dienstleister wie die nicht börsennotierte Avaloq sowie Finnova spielen mit ihren Lösungen in der Schweiz weiter die Führungsrolle. Investitionen in Kernbankensysteme sind meist langfristige Entscheidungen: Privatbanken tendieren zu Avaloq, die auf Endkunden fokussierten Klein- und Regionalbanken bevorzugen Finnova. Die börsennotierte Temenos spielt aufgrund ihres starken Auslandgeschäfts am Heimatmarkt traditionell eine untergeordnete Rolle. Dieser Text ist für Abonnentinnen und Abonnenten reserviert. Digital 5 Wochen ab CHF 20.– Jetzt testen Bereits abonniert?

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