Unternehmen / Finanz

Banken verlangen überrissene Gebühren

Einfache Finanzprodukte und -dienstleistungen sind in der Schweiz teuer. Die Geldhäuser hätten Raum für Kostensenkungen, wollen aber nicht.

Raiffeisen Schweiz steht mitten im Umbau. In drei Arbeitsgruppen meisseln Vertreter der Einzelbanken neue Strukturen für ihre St. Galler Zentrale heraus. Im November stimmt die Delegiertenversammlung darüber ab. Auf den Prüfstand kommt auch die Verwendung der liquiden Mittel der Gruppe durch die Zentrale, wie «Finanz und Wirtschaft» erfahren hat. «Raiffeisen Schweiz hat zu viel Cash zur Verfügung», fasst ein früheres Geschäftsleitungsmitglied, das ungenannt bleiben will, die Problemstellung zusammen.

Die 246 Banken deponieren ihr Überschusskapital bei Raiffeisen Schweiz, die als Ausgleichskasse fungiert. Mit rund
1 Mrd. Fr. davon ging ihr Ex-Chef, Pierin Vincenz, in seiner Amtszeit auf Einkaufstour. Die grösste Einzelbeteiligung, der Kauf der ehemaligen Privatbank Wegelin, kostete 577 Mio. Fr. und geschah in einer Nacht-und-Nebel-Aktion. «Damals drückte Vincenz auf den Knopf und hatte das Geld», sagt die frühere Insiderperson. «So was soll in Zukunft nicht mehr möglich sein», sagt ein Mitglied der Reformgruppe.

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