Unternehmen / Finanz

Banken werden digitaler, aber nicht effizienter

Die Pandemie hat keinen Schub von Investitionen in IT ausgelöst, der Druck auf die Margen bleibt hoch.

Der Mythos hält sich hartnäckig: Die Pandemie und damit verbunden die Verbreitung von Home Office haben einen massiven Digitalisierungsschub bei Unternehmen ausgelöst. Für Schweizer Banken entspricht diese Annahme aber nicht der Realität. «Dass Corona zusätzlich bedeutende Digitalisierungsbemühungen bei Banken in Gang gebracht haben soll, kann durch die Daten nicht bestätigt werden», sagt Benjamin Schlup.

Schlup ist IT-Experte und Partner bei iTopia, einem auf Finanzhäuser spezialisierten Berater. «Die Verbreitung von Home Office sehen wir nicht als Zeichen für fortschreitende Digitalisierung», fährt er fort. Eine Untersuchung von 29 Schweizer Retail- und Privatbanken kommt zum Schluss: Während des Coronajahres sind die Investitionen in IT im Vergleich zu 2019 nicht gestiegen (vgl. Grafik 1). Und eine nicht repräsentative Umfrage von FuW bei ausgewählten Banken legt nahe, dass auch in diesem Jahr nicht mit einem Investitionsschub zu rechnen ist. Dieser Text ist für Abonnentinnen und Abonnenten reserviert. Digital 5 Wochen ab CHF 20.– Jetzt testen Bereits abonniert?