Unternehmen / Finanz

Bankerkultur soll Unehrlichkeit fördern

Eine Umfrage der Universität Zürich legt nahe, dass Bankangestellte wegen der Kultur in der Finanzbranche zu unehrlichem Verhalten neigen, allerdings nur im Beruf.

(AWP) Bankangestellte sind im Privaten nicht weniger verlässlich als Mitarbeiter anderer Branchen. Doch innerhalb der Bank neigen sie begünstigt durch die Unternehmenskultur zu unehrlichem Verhalten. Das ist das Resultat einer am Mittwoch publizierten Studie der Universität Zürich.

Jahrelange Manipulationen von Referenzzinsen, Devisen- und Aktienkursen, fortgesetzte Betrügereien mit Anlageprodukten und wiederholte Beihilfe zur Steuerhinterziehung: Zumindest einzelne Banken haben in den letzten Jahren fast nichts ausgelassen, um Zweifel an ihrer Rechtschaffenheit zu säen.

Drei Forscher der Universität Zürich wollten es genauer wissen. Alain Cohn, Ernst Fehr und Michel Maréchal vom Institut für Volkswirtschaftslehre haben sich deshalb der Frage gewidmet, ob es in der Branche eine eigentliche Betrugskultur gibt.

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Leser-Kommentare

Adrian Gnehm 20.11.2014 - 10:10
Was bei solchen Tests nie erfasst wird ist die Tatsache, dass Kundenberater und Händler häufig mit Interessenkonflikte konfrontiert sind. Beispiel: ein Kunde möchte einen grossen Posten in einen bestimmten Titel (Aktie, Obligation, Fonds) investieren. Der Händler weiss, dass diese Transaktion den Preis des betreffenden Titels stark erhöhen könnte. Er kauft deshalb nur einen Teil im Markt, der übrige Teil entnimmt… Weiterlesen »
Chr.F. Schmid 20.11.2014 - 14:14
Wieder mal: was für ein Versuch! Cui bono? Ich vermute, höchstens den “Studienverfassern”… und es passt so gut in den allgemeinen Meinungstrend seit ein paar Jahren! Ich behaupte: Interviews mit KMU-INHABERN hätte ein ähnliches Verhalten an den Tag gebracht. Die Inhaber sind ja letztlich für das finanzielle Ueberleben zuständig. Und, so wurde erwähnt, gibt es ja Studien, die (angeblich) erklären,… Weiterlesen »