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Bargeld ist das beliebteste Zahlungsmittel in der Schweiz

Jeder Schweizer hat durchschnittlich 133 Fr. im Portemonnaie, ergibt eine Umfrage der SNB. Bezahl-Apps sind dagegen noch wenig verbreitet.

(AWP/Reuters) Bargeld ist und bleibt das beliebteste Zahlungsmittel von Herr und Frau Schweizer. Im Durchschnitt trägt jeder Einwohner 133 Fr. in seinem Portemonnaie mit sich herum. Zusätzlich stecken in der Brieftasche auch zwei verschiedene bargellose Zahlungsmittel wie Debit- und Kreditkarten. Neuartige Bezahlverfahren wie Bezahl-Apps sind im Vergleich dazu bei Schweizern noch wenig verbreitet, wie eine von der Schweizerischen Nationalbank (SNB (SNBN 6120 1.66%)) erhobene und am Donnerstag veröffentlichte Umfrage zeigt.

Bargeld und auch Bezahl-Apps werden dabei namentlich für die Zahlung von kleinen und mittleren Beträgen eingesetzt. Für Beträge ab 50 Fr. nutzen die Schweizer dagegen vermehrt die Debitkarten wie Maestro/EC-Karte oder Postcard und für Beträge ab 200 Fr. Kreditkarten.

Die Debitkarte ist in der Schweiz denn auch das mit Abstand meistgenutzte bargeldlose Zahlungsmittel. Von den erfassten Transaktionen werden 22% damit abgewickelt. Der entsprechende Anteil bei der Kreditkarte beträgt 5%.

Schweizer mögen grosse Noten 

Grosse Banknoten sind in der Schweiz wesentlich stärker verbreitet als im Euroraum. 40% der Schweizer besassen in den vergangenen zwei Jahren mindestens einen Schein im Wert von 1000 Fr., gar zwei Drittel einen im Wert von 200 Fr.

Im Euroraum hatten durchschnittlich lediglich 19% einen 200- oder 500-Euro-Schein. Die Schweizer verwendeten die beiden grossen Noten vor allem für teurere Anschaffungen wie Autos, Elektroartikel und Möbel sowie für das Begleichen von Rechnungen am Postschalter.

Ende 2017 summierten sich die verfügbaren 200er- und 1000er-Noten auf insgesamt 62 Mrd. Fr. Das entsprach einem Anteil von 76% des gesamten Notenumlaufs.

70% der Zahlungen in bar abgewickelt

In der Schweiz wohnhafte Personen ab 15 Jahren nehmen pro Tag durchschnittlich 1,6 Zahlungen vor, wobei sich der Transaktionsbetrag im Durchschnitt auf 41 Fr. beläuft. Von den erfassten Zahlungen werden 70% bar abgewickelt. Am Wert gemessen werden demgegenüber 45% der Ausgaben mit Bargeld getätigt.

Die Bevölkerung in der Schweiz weise insgesamt ein ähnliches Zahlungsverhalten auf wie die Bevölkerung der Eurozone im Durchschnitt, hält die SNB weiter fest.

Im Rahmen der im Herbst 2017 durchgeführten Umfrage gaben rund 2’000 Personen mit Wohnsitz in der Schweiz in einem Interview Auskunft zu ihrem Zahlungsverhalten im Allgemeinen und zur Bargeldnutzung im Besonderen. In einem Tagebuch erfassten diese ihre Zahlungen an sieben aufeinanderfolgenden Tagen. Insgesamt wurden in den Tagebüchern über 22’500 Transaktionen festgehalten.

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