Märkte / Derivate

Barrieren in ­nervösen Börsen

Strukturierte Produkte mit Barriere geraten in den Strudel der hohen Volatilität von Aktien. Anleger sollten erwägen, in defensivere Zertifikate umzuschichten.

Die hohe Volatilität am Aktienmarkt beeinflusst strukturierte Produkte mit Barriere. Ihr Kurs sinkt, und das Risiko eines Verlusts per Ende Laufzeit nimmt zu. Bei Neuemissionen ändern sich die Konditionen deutlich. Anleger sollten ihr Depot prüfen und erwägen, in defensivere Produkte umzuschichten.

Wenn die Börse nervös ist, verlieren Barriereprodukte aus zwei Gründen. Die Aktien sinken, somit schmilzt erstens der Sicherheitspuffer. Die Gefahr nimmt also zu, dass der Aktienkurs unter die Barriere fällt. Zweitens beeinflusst die gestiegene Volatilität den Wert der Option, die in die Zertifikate eingebaut ist.

Einzelne Aktien fallen tief

Die Aktienindizes haben seit Anfang Jahr nicht allzu viel verloren. Der SMI notiert 10% tiefer als Anfang Januar, beim marktbreiten SPI sind es 11%. Einzelne Aktien erlitten aber viel grössere Verluste. Unter den grössten dreissig Schweizer Valoren hat der Banksoftwarespezialist Temenos 37% eingebüsst, und das Dentalunternehmen Straumann hat 27% verloren. Bei neun Unternehmen ist der Verlust 20% oder grösser.

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