Unternehmen / Finanz

Basel IV belastet die Grossbanken

Die neuen Eigenkapitalvorschriften dürften für UBS und CS teuer werden. Ausserdem drohen Wettbewerbsnachteile.

Es sind ungewöhnliche Zeiten für die Schweizer Banken. Jahrelang sahen sie sich mit immer grösseren Eigenkapitalvorschriften konfrontiert. Bis ihnen die Coronakrise eine Bresche schlug. Ende März hat der Bundesrat den antizyklischen Kapitalpuffer, der die Geldhäuser gegen systemische Risiken resistent machen soll, ausser Kraft gesetzt. Praktisch gleichzeitig wurde die Umsetzung der finalen Elemente von Basel III (gemeinhin Basel IV) um ein Jahr verschoben. Das verschafft den regulierungsgeplagten Banken Raum zum Atmen. Doch realistisch gesehen ist es nur ein Schnappen nach Luft.

Basel IV kommt. Und macht den Banken zu schaffen. Ab 2023 müssen sie ihre Risiken nach neuen Vorgaben bewerten und mit Eigenkapital unterlegen. Im Fokus steht der sogenannte Output Floor. Er gibt an, wie stark das mit internen Modellen berechnete, erforderliche Kapital von dem mit Standardansätzen berechneten abweichen darf. 2023 sind es noch 50%, bis 2028 sinkt die Quote auf 27,5%. Die Idee: Die Risiken der systemrelevanten Banken werden kleiner. Bitte , um diesen Artikel vollständig zu lesen.

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