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BASF startet Verkauf von Bauchemiegeschäft

Erste Pakete des Chemieriesen sollen Insidern zufolge voraussichtlich im März an potenzielle Interessenten gehen.

(Reuters/PM) BASF (BAS 62.26 0.1%) will Insidern zufolge im Frühjahr den Verkauf seines Bauchemiegeschäfts starten. Erste Informationspakete sollen voraussichtlich im März an potenzielle Interessenten gehen, sagten mehrere mit der Sache vertraute Person der Nachrichtenagentur Reuters. Eine erste Gebotsrunde solle vor dem Sommer beginnen, sagte einer der Insider.

Als Finanzberater habe BASF die Investmentbank Goldman Sachs (GS 195.64 0.34%) beauftragt, sagte ein Unternehmenssprecher am Dienstag. «Wir befinden uns noch in einem frühen Stadium», erklärte er, ohne Details zum Zeitplan zu nennen. Schon zu Jahresbeginn hatte Sika (SIKA 164.1 0.8%) im Rahmen der Ankündigung der Akquisition von Parex festgehalten, dass eine Übernahme von BASF kein Thema ist.

BASF hatte im Oktober sein Bauchemiegeschäft mit rund 7000 Mitarbeitern auf den Prüfstand gestellt. Denkbar seien ein Zusammenschluss mit einem Partner oder ein Verkauf. Eine Vereinbarung für das Bauchemiegeschäft, das unter anderem Betonzusatzmittel, Mörtel und Abdichtungen anbietet, strebt der Vorstand im Laufe dieses Jahres an. Analysten gehen davon aus, dass der Verkauf dem Chemiekonzern bis zu 3 Mrd. € einbringen könnte. Als Interessenten werden Firmen wie LafargeHolcim (LHN 49.56 0.69%), Saint Gobain, GCP, RPM und Mapei sowie Beteiligungsgesellschaften wie Advent, Carlyle und CVC angesehen.

BASF kam 2017 im Bauchemiegeschäft auf einen Umsatz von 2,4 Mrd. €. Zwar hat das Geschäft nach Einschätzung von Finanzchef Hans-Ulrich Engel 2018 insgesamt ein «gutes Wachstum» gezeigt. «Es hat aber eine sehr geringe Integration in den BASF-Verbund und um ehrlich zu sein, es entspricht auch nicht in vollem Umfang unseren Profitabilitätserwartungen», hatte er im Herbst erklärt.

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