Unternehmen / Schweiz

Basilea-CEO: «Investitionen in Onkologie werden sich auszahlen»

David Veitch verteidigt die jüngste Kapitalerhöhung. Das Biotech-Unternehmen steht vor sehr wichtigen Monaten.

Erboste Zuschriften von Basileas Aktionären an die Redaktion zeigen: Die Kapitalerhöhung im Februar ohne Mitwirkung bisheriger Teilhaber löste Frust aus. Ihre Beteiligung wurde verwässert, zudem wurden die Papiere mit einem Abschlag von 9% zum Vortageskurs abgegeben.

Warum überhaupt eine Kapitalerhöhung, zumal Basilea die Kosten im Griff hat und Ende Jahr noch über 100 Mio. Fr. Mittel verfügt hätte? CEO David Veitch sagt im Gespräch: «Da sich unser Fokus stärker in Richtung komplexer Krebsbehandlungen verschoben hat, wollten wir mehr spezialisierte Biotech-Fonds als Aktionäre ins Boot holen und den Aktionärsmix ausgeglichener gestalten.» Bislang sei der Anteil an Retail-Investoren verhältnismässig hoch gewesen. Dieser Text ist für Abonnentinnen und Abonnenten reserviert. Digital 5 Wochen ab CHF 20.– Jetzt testen Bereits abonniert?

Leser-Kommentare

Andreas Pawlik 16.04.2021 - 16:22
Wie immer, mittel- und langfristig. In der Zeitspanne zwischen mittel- und langfristig wird das Management über Vorzugsbeteiligungspläne zulasten der “Retail-Aktionäre” sich weiter bereichern können. Das Vertrauen wurde mit der letzten Handlung wirklich endgültig an die Wand gefahren. Das ist den Typen aber völlig egal. Die werden ja indirekt in ihrer Handlung unterstützt. Selbst F&W kritisierte das Vorgehen nur halbherzig. Das… Weiterlesen »
Max Joss 16.04.2021 - 18:06
Leider stimmen die positiven Aussagen über die Zukunft nicht mit der Realität überein. In den letzten Jahren wurden Aktienoptionen für das Management mit immer tieferen Ausübungspreisen ausgegeben (an der GV jeweils traktandiert und angenommen). Gleiches Bild bei der Emission der Wandelanleihen: 2015 -2022, Ausübungspreis CHF 126.102; 2020 – 2027, Ausübungspreis CHF 62.50. Wenn das Management an die Zukunft glaubt, sollten… Weiterlesen »
Markus Fischer 16.04.2021 - 19:46

Der CEO besitzt gemäß Bloomberg nur 1300 Aktien, das zeigt doch deutlich auf, wie wenig glaubwürdig seine Aussagen sind. Die Aktie Basilea ist seit 10 Jahren ein „Trauerspiel“ für die Aktionäre, seit Veitch CEO ist, hat sich daran rein gar nichts geändert. Solange er nicht einmal aufzeigen kann, wann die Gewinnschwelle erreicht wird, nützen die anderen positiven Aussagen wenig……..

Karl Schönenberger 17.04.2021 - 15:01
Die Wertschätzung gegenüber den Altaktionären ist gering. Das zeigt das Vorgehen bei der letzten Kapitalerhöhung im Februar (Privatplatzierung) unter Ausschluss der bestehenden Aktionären. Mit weiteren Kapitalerhöhungen ist auch nächstes Jahr zu rechnen, bei Forschungs- und Entwicklungskosten von rund CHF 100 Mio pro Jahr. Weiterhin verdient das Management sehr gut, während die Aktionäre nicht profitiert haben. Gemäss Jahresbericht 2020 erhielt die… Weiterlesen »
Peter W. Ulli 21.04.2021 - 17:26
ES ist ja nicht nur das Verhalten von CEO Veitch anzuprangern, viel mehr ist der Verwaltungsrat in der Pflicht, und der schiebt lieber den CEO vor. Die Details der Ausgabe von neuen Aktien liegen in der Kompetenz des VR. Auch bin ich überzeugt, dass die viel kritisierte Kapitalerhöhung so durchgezogen wurde im Wissen, dass die Aktionäre an der GV zu… Weiterlesen »