Unternehmen / Gesundheit

Basilea reduziert Verlust

Das Biopharmaunternehmen hat im vergangenen Jahr einen geringeren Verlust geschrieben, auch dank dem Verkauf des Konzernsitzes.

(AWP) Das Biopharmaunternehmen Basilea (BSLN 44.22 -3.62%) hat die Covid-19-Pandemie vergleichsweise gut überstanden. Während der Umsatz knapp unter dem Vorjahreswert ausfiel, blieb unter dem Strich ein kleinerer Verlust übrig. Für 2021 hat sich das Basler Unternehmen ein leichtes Umsatzwachstum auf die Fahnen geschrieben.

Den Umsatz beziffert die Gesellschaft – wie bereits im Januar mitgeteilt – auf 127,6 Mio. Fr., ein Minus von 5,1% gegenüber 2019. Diese Entwicklung wurde massgeblich durch die beiden vermarkteten Produkte Cresemba (Isavuconazol) zur Behandlung von invasiven Schimmelpilzinfektionen und dem Antibiotikum Zevtera (Ceftobiprol) beeinflusst.

Ihre direkt realisierten Umsatzbeiträge (non-deferred revenue) sind laut Mitteilung 13,8% auf 78,2 Mio. Fr. gestiegen. 33,8 Mio. Fr. steuerten die beiden Mittel an unrealisiertem Ertrag (deferred revenue) bei. Die Verbuchung dieses unrealisierten Ertrages erfolge für Abschlagszahlungen von Partnern sowie für deren Zahlungen bei Erreichen von Entwicklungs- und regulatorischen Meilensteinen.

Dem standen Gesamtkosten von 150,9 Mio. Fr. gegenüber, wovon 97,4 Mio. Fr. für Forschung und Entwicklung anfielen. Die Ausgaben stehen gemäss Mitteilung vor allem im Zusammenhang mit den Kosten für das Phase-III-Programm mit Ceftobiprol, den Kosten für die laufenden präklinischen und klinischen Programme für Derazantinib und Lisavanbulin sowie die laufenden pädiatrischen Programme für Ceftobiprol und Isavuconazol.

Einmaliger Immobiliengewinn

Dass der Verlust mit 14,7 Mio. Fr. etwas kleiner ausfiel als noch 2019 (22,4 Mio. Fr.), verdankt Basilea auch dem Verkauf des Konzernsitzes. Ende Juni hatte das Unternehmen seine Konzernzentrale in Basel an die Pensionskasse der UBS (UBSG 14.35 -0.66%) verkauft und sich dort zugleich eingemietet. Daraus resultierte ein einmaliger Gewinn von 15 Mio. Fr.

Für das laufende Geschäftsjahr geht Basilea davon aus, dass die Umsatzbeiträge von Cresemba und Zevtera zwischen 108 und 118 Mio. Fr. liegen werden, was eine Steigerung zwischen 38 und 51% gegenüber 2020 wäre. Das Unternehmen begründet das Plus mit einem weiteren signifikanten Anstieg der «In-Market»-Umsätze durch seine Partner und einer Reihe von potenziellen Meilensteinen.

Unter dem Strich stellt Basilea einen Betriebsverlust zwischen 13 und 23 Mio. Fr. in Aussicht.

Leser-Kommentare

Andreas Pawlik 23.02.2021 - 18:48
Die Einschätzung des Journalisten zur Kapitalsituation von Basilea scheint überholt zu sein. Für zwei Jahre Kapital vorrätig zu halten ist wahrscheinlich in der Branche nicht gerade viel. Allerdings scheint die Geschwindigkeit nach der wohlwollenden Aufnahme der Jahreszahlen und des Outlooks eher Zweifel zu säen. Die Aktienplatzierung erinnert an das frühere Vorgehen von Cosmo. Der weiteren Kurserholung scheint das Management auch… Weiterlesen »