Unternehmen / Schweiz

Batterien aus Sachsen entfachen keine Börseneuphorie

Blackstone Resources verspricht eine Menge, sagt aber nicht, wie die ambitionierten Pläne finanziert werden sollen.

Gigafactory nennt Ulrich Ernst die Batteriefabrik im sächsischen Döbeln, die am Dienstag an einem virtuellen Medienanlass vorgestellt wurde und im Januar den Betrieb aufnehmen soll. Ernst ist Verwaltungsratspräsident und CEO von Blackstone Resources, einem Rohstoffhändler mit Sitz im Kanton Zug, der seit Anfang 2020 auch im Batteriegeschäft tätig ist.

Giga ist ein Einheitenpräfix und steht für eine Milliarde. Den Begriff Gigafactory hat Tesla für ihre riesigen Batteriefabriken geprägt, wie zum Beispiel für die an der Electric Avenue in Sparks, Nevada. Das Gebäude ist 900 Meter lang und bis zu 300 Meter breit. In seinem Inneren werden pro Jahr Batterien mit einer Speicherfähigkeit von 20 Gigawattstunden (GWh) produziert.

Giga in Sachsen

Nun also auch Giga in Sachsen, aber nicht sofort. Zunächst geht es um eine Kapazität von 0,5 GWh oder 500 Megawattstunden (MWh), die bis Ende 2022 erreicht werden soll. Und auch die Produktionshalle ist nicht so gigantisch wie bei Tesla in Nevada. 110 auf 40 Meter müssen reichen, um Lithium-Ionen-Batterien mit einem 3-D-Druckverfahren herzustellen. Zum Medienanlass geködert hat Blackstone mit einem Begriff, der die Batteriehersteller weltweit elektrisiert: Festkörperbatterien.

Der ganze Text ist für Abonnentinnen und Abonnenten reserviert. Abonnieren Bereits abonniert?