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Die Finanzkrise von 2008 hat auch die Bautätigkeit in vielen Ländern arg durchgeschüttelt. Auf der Iberischen Halbinsel etwa ist sie buchstäblich eingebrochen. Entsprechend niedrig sind dort die Bauausgaben gemessen am Bruttoinlandprodukt (BIP). Spanien kam 2015 auf einen Wert von bloss noch 7,3%. Noch ärger getroffen hat es allerdings Irland, das 2015 eine «Bauquote» von lediglich gut 6% erreicht hat. Immerhin: Es geht in Irland wieder aufwärts, wenn auch ausgehend von einem sehr niedrigen Niveau. Auch Spanien und Portugal scheinen die Talsohle erreicht zu haben. Am anderen Ende der Skala steht Finnland mit einer Quote von fast 14%. In der Schweiz erreichten die Bauausgaben 10,5%. Damit liegen sie leicht über dem Schnitt etlicher westeuropäischer Länder. Die Bauausgaben sind hierzulande in den vergangenen Jahren im Gegensatz zu vielen anderen Ländern stetig leicht gestiegen. Hinter dem sich über Jahre hinziehenden «Bauboom» steht in erster Linie der von den niedrigen Zinsen und dem Bevölkerungswachstum getriebene Wohnungsbau. Die Schweiz hat auch schon andere Zeiten erlebt, die allerdings vielerorts wohl schon dem Vergessen anheimgefallen sind. In der Mitte der 1970er-Jahre machten die Bauausgaben gar über 19% des BIP aus – tempi passati. In den kommenden Jahren dürfte sich die Bautätigkeit in der Schweiz mehr oder weniger seitwärts bewegen.