Die Stromversorgung ist gesichert: mit dieser Batteriebank, die an Solarzellen hängt. Prepper in Ohio, USA, haben sie eingerichtet, um vom Netz unabhängig zu sein, sollte alles andere kollabieren. In gewöhnlichen Zeiten wecken Anekdoten über Apokalyptiker, die sich hobbymässig für jedwede Katastrophe bereithalten, eher ein Lächeln; ewige Pfadfinder halt, immer nach dem Motto «be prepared». Doch die Zeiten sind nicht mehr gewöhnlich. Heute dürfte der Blick in manchen durchschnittsbürgerlichen Kühlschrank oder Keller ­offenlegen: Wir sind alle Endzeitler geworden, rückwirkend. Wahrscheinlich, dass vorausblickende Hard-Core-Prepper heute abgeschieden abwarten (irgendwo in von langer Hand angelegten und ausgestatteten Hütten und Höhlen), bis Covid-19 passé ist. Büchsen bunkern, Heilmittel horten, Wasser, Werkzeug (gar Waffen?) verwahren – wir alle lernen das jetzt ein Stück weit und vergessen es hoffentlich bald wieder. Derzeit dürfte das Prepper-Business eine Sonder­konjunktur geniessen. Spezialisierte Händler liefern per Post, was es in Hain und Flur fürs Überleben braucht: Solar­ladegeräte für unterwegs, Tarnnetze, Outdoor-Kaffeemaschinen. Diskret im Paket, ohne Absender. Man weiss ja nie. (Bild: Paul Buescher via AP)