Märkte / Makro

Bedrohte Unabhängigkeit der Notenbanken

Donald Trump will mit seiner Personalpolitik die Geldpolitik beeinflussen. Das weckt Erinnerungen an die hohe Inflation in den Siebzigerjahren.

US-Präsident Donald Trump hält nicht viel von der amerikanischen Notenbank. Vergangene Woche erklärte er: «Das Fed sollte die Zinsen senken.» Die Zinserhöhungen hätten das Wachstum verlangsamt. Und an die Stelle des Quantitative Tightening solle das Quantitative Easing (QE) zurückkommen – das Fed solle die Bilanz nicht abbauen, sondern mit Anleihenkäufen aufstocken.

Dabei war QE als Instrument zur Vermeidung einer Depression nach der Finanzkrise gedacht. Nun aber ist die US-Wirtschaft mit einer Arbeitslosigkeit von 3,8% nahe der Vollbeschäftigung.

Auch mit der Nominierung von Mitgliedern des Gouverneursrats des Fed erhöht Trump den Druck auf die Notenbank. So hat er mit seinem Berater im Wahlkampf, Stephen Moore, und mit dem früheren Präsidentschaftskandidaten Herman Cain zwei Kandidaten aufgestellt, die ihm wohl politisch folgsam sein werden. Beide werden von Ökonomen wegen ihrer mangelnden Kompetenz in geldpolitischen Fragen kritisiert.

Bitte loggen Sie sich ein, um diesen Artikel vollständig zu lesen.

Leser-Kommentare