Eingeloggt Nicht eingeloggt Suche E-Mail Leseliste Aktiv auf Leseliste Drucken Uhr E-Mail Term-Tag Arrow Left Arrow Right Arrow Down Arrow Up Charts Lock Abo Circle Circle Open Six Exchange Six Exchange Facebook Twitter Linkedin Xing Googleplus Whatsapp

Die Vermutung, dass der Deutsche Aktienindex das Aufwärtspotenzial im Rahmen seines kurzfristigen Aufwärtstrends ausgereizt hat, hat sich bewahrheitet. Immer deutlicher prallt der Markt aktuell von der entsprechenden Kurszielgeraden nach unten ab. Noch ist diese Entwicklung jedoch nicht dramatisch.

Das seit November bestehende Anstiegstempo konnte der Dax (DAX 13281.43 0.74%) auch beim jüngsten Versuch in der ersten Wochenhälfte nicht weiter erhöhen. Er scheiterte an der Aufwärtstrendlinie (blau) bei aktuell rund 13’430/13’440 Punkten und dreht nach Süden. Dabei ist aber noch nicht viel Porzellan zerschlagen worden: Die schwache (weil inzwischen häufiger durchbrochene) Wendezone um 13’200/13’220 ist noch nicht nach unten durchbrochen, was aber für die Restwoche droht. Zumindest eine Stabilisierung im Bereich des – nicht punktgenau wirksamen – Monatsdurchschnittspreises bei momentan knapp 13’140 ist aber möglich, wie Erfahrungen der Vorwochen zeigen (grüne Kurve). Allerspätestens wenn auch um 13’000 Zähler keine Käufer zugreifen, dürfte in den kommenden Tagen eine stärkere Schwächephase in Richtung 12’700 starten.

Unter dem mikroskopischen Blickwinkel der Vortage zeigt sich im Kursverlauf zuerst eine Verlangsamung der Aufwärtsbewegung (blau punktiert) und schliesslich ihre Umkehr. Behält der Markt die gestrige Sinkgeschwindigkeit noch für einen Tag bei, sind mindestens weitere 100 Punkte Verlust zu erwarten (blau durchgezogene Linien). Ein erstes Warnsignal wären Verkäufe unter die bereits angekratzte 13’245er-Marke. Eine erste Stabilisierungstendenz würde sich hingegen bei einer Rückeroberung der 13’330er-Schwelle abzeichnen.

Fazit: So spannend die kleine Atempause des Dax auch ist – im Tageschart hinterlässt sie bisher noch kaum Spuren. Hier dominiert weiterhin der intakte Aufwärtstrend, die aktuelle Korrektur ist im Hinblick darauf eher als zweite Einstiegschance zu sehen. Um 12’650 ist der Index hier zudem durch den 200-Tage-Durchschnitt abgesichert, an dem es bereits häufiger eine Bodenbildung gab.