Unternehmen / Schweiz

Bei Zyklikern auf Champions setzen

Die Verunsicherung spricht für defensive Aktien. Geht es aufwärts, braucht es aber zyklische. Ein Beimischen von Qualitätszyklikern löst das Dilemma.

Christian Braun und Andreas Meier

Zyklische Aktien sind derzeit eine ­gewagte Wette. Ein konjunktureller Aufschwung steht nicht unmittelbar bevor. Eine V-förmige Erholung von den Folgen der Coronapandemie ist allenfalls ein Nebenszenario. Die Schäden sind enorm, an der Weltgesundheit, in der Wirtschaft, in den Einkommen, im Vertrauen. Auch wenn Frühindikatoren wie im laufenden Quartal mutmasslich einen Boden finden, dürfte die Genesung längere Zeit beanspruchen.

Die Verunsicherung und die Ungewissheit sind nach wie vor gross, die Volatilität an der Börse ist hoch. Andererseits schafft die anhaltend superexpansive Geldpolitik weiterhin anlagesuchendes Kapital, das unter anderem in den Aktienmarkt drängt und ihn inflationiert. Zudem sind es in der Regel zyklische Titel, die den Markt nach einem grösseren Rückschlag jeweils anführen und hochziehen. Die Entwicklung seit Ende März scheint dieses Muster zu bestätigen, zum Teil spiegelt sie allerdings nur die Korrektur von Übertreibungen im vorangegangenen Ausverkauf. Dieser Text ist für Abonnentinnen und Abonnenten reserviert. Digital 5 Wochen ab CHF 20.– Jetzt testen Bereits abonniert?