Märkte / Immobilien

Beim Hypozins ist der Spielraum nach unten ausgereizt

Die Nationalbank sendet an der Lagebeurteilung kein Signal, dass sie die Leitzinsen erhöhen wird. Dennoch ziehen die Schweizer Hypothekarsätze leicht an.

In einer Woche, in der gleich zwei Notenbanken ihre Zinspolitik etwas gestrafft haben, hat sich die Schweizerische Nationalbank gegen jede Veränderung ausgesprochen. Norwegens Notenbank hat den Leitzins auf 0,25% erhöht. In den USA hat das Federal Reserve den voraussichtlichen Termin für die Zinswende von 2023 auf 2022 vorgeschoben. Die Schweiz ist von einer solchen Aufwärtskorrektur indes noch weit entfernt.

Trotz des weltweiten Teuerungsschubs hat die SNB ihre Inflationsprognose für die Schweiz nur minimal nach oben angepasst. Der Ausblick bleibt praktisch unverändert gegenüber der Juniprognose, wie SNB-Präsident Thomas Jordan an einer Medienkonferenz kommentierte. Mindestens bis Mitte 2024 werde die Inflationsrate in der Schweiz unter 1% bleiben. Von einer Bewegung gegen 2%, das obere Ende des von der SNB angepeilten Inflationsbands, keine Spur (vgl. Textbox unten).

Neue Tiefs nur bei internationalen Schocks

Für die Schweizer Hypothekarzinsen bedeutet dies, dass von dieser Seite keine Gefahr eines Zinsanstiegs droht. Dennoch ist der Spielraum für noch tiefere Sätze so gut wie ausgereizt. Monatliche Schwankungen bieten Kreditnehmern zwar noch taktische Chancen, aber das Niveau ist nach unten inzwischen stabil.

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