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Belebung der Weltwirtschaft in Sicht, sofern sich die Handelskonflikte nicht verschärfen

Sinkende Anleiherenditen signalisieren eine grundlegende Veränderung der monetären Erwartungen.

  • Wichtige Punkte
    Die Belastungen für die Weltwirtschaft zeigen sich in einem schwächeren Wachstum der Unternehmensgewinne, doch die Gefahr einer Rezession in den wichtigsten Volkswirtschaften erscheint nicht sehr gross.
  • Die Ausweitung der Handelskonflikte und eine populistische Politik haben erhebliche Risiken heraufbeschworen; die erhoffte Beschleunigung des Gewinnwachstums gegen Ende des Jahres könnte dadurch in Gefahr geraten.
  • Seit Jahresbeginn haben sich die Erwartungen an die Geldpolitik dramatisch verändert; mittlerweile wird davon ausgegangen, dass die US-Notenbank (Fed) die Zinsen senken wird.
  • Säkulare Disruption begünstigt weiterhin Wachstumswerte und den Technologiesektor; die Anleger werden allerdings vorsichtiger, und einige etablierte Unternehmen leisten Gegenwehr.

Führende Investmentexperten von T. Rowe Price beurteilen das globale wirtschaftliche Umfeld und die Aussichten für die Finanzmärkte zu Beginn des zweiten Halbjahrs 2019 weiterhin vorsichtig optimistisch. Verbunden damit ist allerdings die Mahnung, dass politische Risiken – insbesondere eine Eskalation der Handelsstreitigkeiten – erneute Volatilität auslösen und das Wachstum zusätzlich bremsen könnten.

Zum Teil schienen sich im Verhalten der Märkte im ersten Halbjahr 2019 zwei entgegengesetzte Auffassungen widerzuspiegeln, erläutert Robert W. Sharps, Chief Investment Officer (CIO) und Head of Investments:

  • Sinkende Anleiherenditen und eine inverse Struktur der Renditekurve bei US-Staatsanleihen – eine Situation, in der die Renditen am langen Ende der Kurve niedriger sind als am kurzen – schienen einen wachsenden Konjunkturpessimismus zu signalisieren.
  • Auf der anderen Seite waren die vergleichsweise kräftigen Kurssteigerungen an den Aktienmärkten der USA und vieler Schwellenländer in den ersten Monaten des Jahres 2019 offenbar Ausdruck von Hoffnungen auf ein beschleunigtes Ertragswachstum später im Jahr.

Eine positive Entwicklung war, dass sich die Erwartungen der Märkte an die Geldpolitik im ersten Halbjahr dramatisch verändert haben. Mittlerweile tendieren die Marktteilnehmer zu der Einschätzung, die US-Notenbank (Fed) werde die Zinsen eher senken als weiter anheben, sagt Mark Vaselkiv, CIO Fixed Income.

Negativ war dagegen, dass die Hoffnung auf ein Handelsabkommen zwischen den USA und China im Mai gesunken ist. Zudem drohte die Trump-Regierung kurzzeitig mit der Erhebung von Zöllen auf Erzeugnisse aus Mexiko. Ängste vor einem Handelskrieg trugen zur anhaltenden Stärke des US-Dollars bei, wohingegen die Währungen der Schwellenländer (Emerging Markets, kurz EM) unter Druck standen, wie Justin Thomson, CIO Equity, bemerkt.

«Viel hängt von einer Beilegung des Handelskonflikts ab und davon, dass sich wenigstens in einzelnen Bereichen Verbesserungen des globalen Wachstums und der Ertragsentwicklung der Unternehmen abzuzeichnen beginnen», meint Sharps. «In dem Fall könnte die US-Börse auf neue Höchststände klettern. Andernfalls müssten die Erwartungen für 2020 definitiv gesenkt werden.»

Die Weltwirtschaft hat an Schwung verloren, doch Rezessionen sind nicht zu erwarten

Sorgen um die Stärke der US-Wirtschaft und die Verfassung der Weltwirtschaft kehrten im zweiten Quartal 2019 zurück. Die rasanten Gewinnsteigerungen, die US-Unternehmen 2018 verzeichnet hatten, fanden ein abruptes Ende.

Die Konsensprognosen gehen zwar von einer erneuten Beschleunigung des Ertragswachstums später im Jahr aus, doch dafür «müssen erst die Konjunkturdaten besser werden, besonders ausserhalb der USA», glaubt Sharps. Laut Thomson sind die Aussichten für das globale Wachstum indessen weiterhin trübe:

  • In den meisten Industrieländern liegt das Wachstum unter dem Potenzial, und die Gewinndynamik ist seit einiger Zeit sowohl in Europa als auch in Japan negativ.
  • In den Schwellenländern hat der starke US-Dollar einen ähnlichen Effekt wie eine Straffung der Geldpolitik – eine sehr unliebsame Wirkung in Volkswirtschaften, die sich noch in einer frühen Phase der Erholung befinden.
  • Der Handelskrieg hat einen ausgesprochen negativen Einfluss auf das Geschäftsklima und die Investitionstätigkeit der Unternehmen. Das gilt besonders für Exportnationen wie Deutschland, Japan, Korea und Taiwan.

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