Unternehmen / Konsum

Bell Food Group: Die Lust auf Poulet ist ungebrochen

Analyse | Der Lebensmittelhersteller bewegt sich innerhalb der Erwartungen und erhöht die Dividende.

Bei Bell Food Group bleibt vieles im Ungefähren. Das ist pandemiebedingt, hängt aber auch mit der zurückhaltenden Kommunikation des mehrheitlich zu Coop gehörenden Fleisch- und Conveniencespezialisten zusammen. «Die Pandemie hat das Ernährungs- und Einkaufsverhalten verändert», sagte CEO Lorenz Wyss am Freitag an einer virtuellen Konferenz.

Das heisst, der Einkaufstourismus blieb im Vergleich zu früheren Zeiten auf tieferem Niveau, was dem Schweizer Detailhandel half. Die Bereiche Convenience und To-Go-Produkte sind noch nicht zurück auf dem Niveau von 2019.

Trotzdem lag auf mehreren Ebenen im Gesamtjahr 2021 ein Rekordergebnis drin. Der Umsatz von 4,2 Mrd. Fr. (organisch +3,2%) ist der höchste in der Unternehmensgeschichte. Das zeigt: Die Lust auf tierische Produkte ist ungebrochen. Der Umsatzanteil vegetarischer Produkte ist mit einem Fünftel gleich gross wie vor einem Jahr.

Geflügel und Meeresfrüchte

Das Wachstum ist auf alle Regionen und Geschäftsbereiche abgestützt, wobei der Schweizer Detailhandel für seine Verhältnisse stark war. Nehmen die Auswirkungen der Pandemie ab und kehrt der Einkaufstourismus wie gewohnt zurück, hat es dieser Absatzkanal allerdings wieder schwieriger. In der Schweiz (51% des Umsatzes) waren Geflügelfleisch und Meeresfrüchte die Wachstumstreiber. Der Umsatz mit Muscheln, Crevetten & Co. hat sich seit 2007 mehr als verdreifacht.

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Leser-Kommentare

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Dieter Buchholz 11.02.2022 - 17:44

Nestlé ist fast 2x so teuer und nicht weit vom Allzeithöchst entfernt. Wo soll denn da das Aufholpotential sein? Bell bietet da klar mehr Chancen; allerdings fehlt ein Aktienrückkaufs-Programm.