Unternehmen / Konsum

Bell Food Group trennt sich vom deutschen Wurstwarengeschäft

Der Nahrungsmittelhersteller fokussiert seine Tätigkeit in Deutschland. Der Verkauf wirkt sich auf den Erlös und die Kosten aus.

(AWP/GAH) Der Fleischverarbeiter Bell Food Group (BELN 279 1.27%) trennt sich in Deutschland vom Geschäft mit Wurstwaren und verkauft diesen Bereich an die Zur Mühlen Gruppe. Den Fokus legt das Unternehmen in Deutschland künftig auf den Verkauf von Rohschinken. Damit verbunden verringere sich der Nettoerlös um rund 85 Mio. Fr. und für das laufende Jahr rechne man mit Einmalkosten in Höhe von rund 35 Mio.

Der deutsche Markt für Fleisch- und Wurstwaren sei rückläufig, begründete Bell die Neuausrichtung in der Mitteilung vom Montag. Aufgrund des Überangebots sei es schwierig, die stark steigenden Schweinepreise im erforderlichen Umfang auf die Verkaufspreise zu überwälzen. Bell Food Group hat in diesem Markt einen Marktanteil von weniger als 1%.

Schweinepest in China

Die Preise für Schweinefleisch sind seit Anfang des Jahres wegen des Ausbruch der afrikanischen Schweinepest in China deutlich angestiegen. Vergangene Woche hatte Bell Food Group deshalb eine Gewinnwarnung ausgesprochen.

Ab 2020 werde der Wegfall des Wurstwarengeschäfts einen positiven Einfluss auf die Geldflüsse und das Betriebsergebnis Ebit in der Grössenordnung von rund 10 Mio. Fr. pro Jahr haben. Zudem würden auch die Schwankungen bei den Rohmaterialpreisen abnehmen.

Keine Angaben zum Preis

Mit dem angekündigten Verkauf wechseln rund 400 Mitarbeitende der betroffenen Standorte in Suhl und Börger zur Zur Mühlen Gruppe. Von der Transaktion betroffen seien aber Arbeitsplätze in der Verwaltung und den zentralen Diensten der Bell Deutschland. Für die Betroffenen werde ein Sozialplan erarbeitet.

Zu den Kaufmodalitäten haben die beiden Parteien derweil Stillschweigen vereinbart. Und noch ausstehend sei die Zustimmung der Behörden, so die Mitteilung weiter.

Die komplette Historie zu Bell Food Group finden Sie hier. »

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