Unternehmen / Finanz

«Berater müssen zwei Dinge lernen»

Professor Thorsten Hens von der Universität Zürich zum Thema Private Banking.

Professor Hens, was versteht der Wissenschaftler, der Finanzprofessor unter gutem Private Banking?
Gutes Private Banking basiert auf einem Vertrauensverhältnis zwischen dem Kundenberater und dem Kunden. Dieses wird dadurch aufgebaut, dass beide Seiten offen miteinander kommunizieren und der Kundenberater seinen Informationsvorsprung zugunsten des Kunden und nicht etwa der Bank nutzt. Dem Kunden muss umgekehrt klar sein, dass der Kundenberater keine Rendite herbeizaubern kann und trotzdem für seinen Rat etwas verdienen muss.

Gibt es einen Grundsatz, wie hoch die Beratergebühr sein soll?
Das Private-Banking-Rating, das wir Ende 2018 durchgeführt haben, zeigt, dass eine gute Vermögensverwaltung 1% pro Jahr, plus/minus 0,25%, kostet. Wenn eine Bank preiswerter anbietet, etwa eine All-in Fee von 0,5%, versteckt sie Gebühren in den indirekten Kosten, vor allem in den Produktkosten. Andererseits zeigt die verhaltensorientierte Finanztheorie, die Behavioral Finance, dass Kunden, die ihr Geld ohne Beratung anlegen, im Durchschnitt 5% jährlich verlieren. Also ist genügend Spielraum für ein Win-Win vorhanden.

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Leser-Kommentare

Kornelius Hug 07.05.2019 - 06:55

Ich finde, dem Interview fehlt etwas der Biss. Sowohl Fragen wie Antworten: handzahm. Deshalb bleibt der Nutzen für den Leser minim. Etwas mehr Pepp bitte.