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Bern setzt trotz aller Bedenken auf China

Die Europäische Union und die USA sind deutlich kritischer gegenüber dem internationalen Vorpreschen der Volksrepublik.

Die Beziehungen zwischen der Schweiz und China haben einen neuen Höhepunkt erreicht. Denn Bundespräsident Ueli Maurer nimmt diese  Woche als einer der wenigen Spitzenvertreter einer westlichen Industrienation an dem in Peking stattfindenden Gipfel zur neuen Seidenstrasse teil. Wie wichtig die Teilnahme in den Augen der chinesischen Regierung ist, zeigt sich daran, dass Maurers Aufenthalt mit einem offiziellen Staatsbesuch verbunden wird.

Die neue Seidenstrasse (Belt and Road genannt) – ein chinesisches Infrastrukturprogramm zum Bau von Verkehrswegen von Fernost über Europa bis nach Afrika – wird von der offiziellen Schweiz klar befürwortet. Mit dieser Positionierung lehnt sich die Regierung weit aus dem Fenster. Denn die USA und die Europäische Union – die zwei wichtigsten Handelspartner der Eidgenossenschaft – haben erhebliche Vorbehalte gegen das chinesische Prestigeprojekt angemeldet. Damit droht, dass Bundesbern zwischen den grossen Machtblöcken zerrieben wird.

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