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Besser geht’s nicht

Joachim Fels und Andrew Balls

Ein synchrones weltweites Wachstum, lockere Finanzbedingungen und eine sehr niedrige wirtschaftliche Finanzmarktvolatilität verleiten leicht zu Selbstzufriedenheit. Manch jüngerer Investor mag sich kaum daran erinnern, wann es zuletzt ein ähnlich stabiles makroökonomisches Umfeld und positive Konjunkturaussichten gab. Das letzte Mal, als es eine ähnliche Kombination gab, war 2006 – und damals ging es nicht gut aus.

Wenn das makroökonomische Umfeld nicht besser sein könnte und die Bewertungen hoch sind, ist es jedoch an der Zeit, den Fokus auf Vorsicht, Kapitalerhalt und diversifizierte Carry-Quellen abseits überlaufener Engagements zu legen.

Den Bullen füttern?

Unser Basisszenario für 2018 geht aus von einer Fortsetzung des synchronen und globalen BIP-Wachstums mit einer stetigen Rate von 3%, geringen Rezessionsrisiken auf kurze Sicht, einem nur moderaten Anziehen der zugrunde liegenden Inflation in den Industrieländern, leicht unterstützenden Finanzpolitiken und einer nur allmählichen Rücknahme der geldpolitischen Lockerung.

Zudem scheinen die politischen Risiken infolge nationalistischer Bewegungen vorerst gesunken zu sein, insbesondere in Europa, was zum Teil auf ein besseres Wirtschaftswachstum zurückzuführen ist.

Das ABC der Vorsicht

Sobald man jedoch einen Blick unter die glatte makroökonomische Oberfläche wirft, lassen sich einige Probleme erkennen, die über einen kurzfristigen Horizont auftreten und die unheimliche Ruhe an den Finanzmärkten stören könnten.

Abgesehen von der geopolitischen Bedrohung aus Nordkorea sind als drei wichtigste makroökonomische Unsicherheiten – „das ABC der Vorsicht“ – das zunehmende Alter der US-Expansionsphase, das bevorstehende Ende der Bilanzausweitung der Zentralbanken sowie der politische und wirtschaftliche Kurs Chinas nach dem Parteitag zu nennen.

Anlagekonsequenzen

Im diesem Umfeld legen wir den Schwerpunkt auf den Kapitalerhalt in unseren Portfolios.

Wir halten es für sinnvoll, den Schwerpunkt auf die Liquidität des Portfolios zu legen, weniger liquide Positionen im Regelfall zu vermeiden und uns auf die Bottom-up-Gelegenheiten zu konzentrieren, bei denen wir für das Risiko auch wirklich entlohnt werden.

Mehrrenditen lassen sich aus einer Übergewichtung in einer Reihe von Positionen anstreben, dazu zählen etwa:

  • Insgesamt verkürzte Duration und reduzierte Zinsänderungsrisiken
  • Präferenz für Anlagen im US-Dollar-Raum gegenüber Euro-Anleihen
  • US- Hypothekenanleihen und weitere qualitativ hochwertige strukturierte Anleihen
  • Anlagen in ausgewählten Unternehmensanleihen
  • Lokalwährungsanleihen und Hartwährungsanleihen von Schwellenländern
  • Ein Korb aus hochverzinslichen Schwellenländer-Währungen

Anleihen der Euro-Peripherieländer bieten auf Grund der gesunkenen Renditeaufschläge kaum attraktive Konditionen.

Wir erwarten, dass sich die Märkte in einer engen Bandbreite bewegen werden, jedoch bleiben wir vorsichtig und achten auf mögliche erste Anzeichen eines breit angelegten Renditeanstiegs.

Für weitere Markteinschätzungen lesen Sie PIMCOs Konjunkturausblick.

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