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Die Luzerner Oldtimer-Messe Swiss Classic World zieht erneut viele Besucher an. Doch das Geld floss nicht so üppig wie erwünscht.

Die über 8500 Besucherinnen und Besucher – 20% mehr als im Vorjahr – konnten übers Wochenende des 28./29. Mai schöne Autos und viele attraktive Dienstleistungen rund um die Old- und Youngtimer bewundern.

Der Zuspruch des Publikums war «schlicht phänomenal», so das spontane Fazit des Veranstalters Bernd E. Link, der zum dritten Mal in Luzern die Fäden zieht.

Über 600 Fahrzeuge

Die Anzahl der Aussteller stieg 2016 auf 191 von 160 im vergangenen Jahr. Damit waren die Ausstellungsflächen in den vier Hallen der Luzerner Messe praktisch ausverkauft. Das schlug sich auch in der grossen Vielfalt an Fahrzeugen, Dienstleistungen und Oldtimerzubehör nieder. Trotz der gesteigerten Ausstellerdichte und dem grossen Publikumsinteresse blieb die Messe übersichtlich. Die Besucherströme verteilten sich gut. «Für nächstes Jahr hat ein Grossteil der Aussteller bereits schon zugesagt, und einige neue, hochkarätige Anbieter und Clubs haben grosses Interesse gezeigt», freut sich Link.

US-Oldtimer beanspruchten eine ganze Halle für sich. Umrahmt von Live-Musik und Barbetrieb fanden sie beim Publikum grossen Anklang. Der traditionelle Oldtimer-Teilemarkt und der Oldtimer-Marktplatz zogen erneut viele fachkundige Aficionados an. Die über 600 mit viel Liebe zum Detail ausgestellten und arrangierten Fahrzeuge gaben den Messehallen einen fast schon musealen Anstrich.

Versteigerung harzt

An der professionell umgesetzten Versteigerung des Luzerner Auktionshauses Fischer – ein Novum in Luzern – wurden 23 exklusive Autos angeboten. Fünf automobile Preziosen fanden direkt vor Ort einen Käufer. Weitere acht verfehlten das geforderte Limit knapp und gingen in den Nachverkauf. Davon ist ein Modell bereits verkauft. Er gehe davon aus, dass rund die Hälfte der in den Nachverkauf gelangten Fahrzeuge einen Käufer fänden, sagte Auktionator Kuno Fischer. Er sei mit der ersten Auktion zufrieden, auch wenn das teuerste Fahrzeug – ein Alfa Romeo Jg. 1930 – noch keinen neuen Besitzer fand.

Der Preis wurde bis auf 1,2 Mio. Fr. hochgetrieben. Der Verkäufer war aber nicht bereit, sein Bijou für weniger als 1,6 Mio. Fr. zu veräussern. Die Bieter konnten ihre Angebote vor Ort, per Telefon oder via Internet platzieren. Kuno Fischer prüft eine Fortsetzung seines Engagements im Oldtimer-Markt: «Die Erfahrungen mit der Dokumentation und Katalogisierung der Objekte nach dem Vorbild von Kunstauktionen waren ebenso positiv wie die Resonanz der an der Auktion teilnehmenden Parteien.»

Neuer Anlauf

Nicht alles drehte sich in Luzern um schöne Karossen aus vergangenen Zeiten. An der Messe fand auch zum ersten Mal eine Modeschau statt. Rund um die ausgestellten Autos präsentierten Models Kleidungsstücke des Luzerner Modeateliers LU Couture. Die emotional arrangierten Shows gefielen nicht nur den Besucherinnen und Besuchern, sondern auch den Ausstellern.

Das Luzerner Modehaus bildet junge Menschen zu Modehandwerkern aus, die nun an der Swiss Classic World ihr Können auf Art präsentieren durften. Bernd E. Link blickt mit Begeisterung auf das Oldtimer-Wochenende in Luzern zurück: «Die Messe war dieses Jahr ein voller Erfolg. Wir sind signifikant gewachsen und haben uns dadurch ein gutes Stück besser etabliert.» Er blickt aber vor allem nach vorne und plant mit seinem Messeteam bereits die Swiss Classic World 2017. Doch in diesem Jahr gibt es noch ein weiteres automobiles Highlight in Luzern.

Zwischen 1928 bis 1955 fanden in Luzern regelmässig «Concours d’Elegance» statt. An diese Tradition knüpft der Messeveranstalter an und organisiert für dieses Jahr am Samstag, 17. September, erneut einen Concours am Luzerner Nationalquai – sozusagen als logische Ergänzung zur Swiss Classic World, denn Link ist überzeugt: «Oldtimer passen einfach perfekt zu Luzern.»