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BFW kommt mit Portfolioabrundung voran

Die Immobiliengesellschaft sieht sich mit dem vorgesehenen Verkauf von Liegenschaften im Plan. Zudem bestätigt sie die Eckdaten zum Halbjahr.

(AWP/GA) Die Immobiliengesellschaft BFW Liegenschaften (BLIN 44 0%) kommt mit der für das zweiten Halbjahr angekündigten Portfolioabrundung voran. Von den insgesamt zwölf zum Verkauf bestimmten Liegenschaften wurden im August zwei verkauft. Ihr Marktwert belief sich auf 22,3 Mio. Fr.

Der Wert der noch nicht verkauften Immobilien wird mit 64,6 Mio. Fr. angegeben. Mit der Abwicklung der restlichen Transaktionen sei in den nächsten sechs Monaten zu rechnen, wie VR-Präsident und CEO Beat Frischknecht an einer Telefonkonferenz sagte. BFW will sich auf grössere Liegenschaften im Wert von mehr als 10 Mio. Fr. konzentrieren.

Wegen des vorgesehenen Verkaufs von Liegenschaften habe der Verwaltungsrat Anpassungen des Anlagereglements beschlossen. Sie sollen per 1. November in Kraft treten. Dabei wird die minimale Anzahl der Liegenschaften im Portfolio von dreissig auf zwanzig reduziert. Abzüglich der bereits verkauften zwei Liegenschaften zählt das Portfolio derzeit noch 35 Objekte mit einem Wert von 384,3 Mio. Fr. Der Verkaufserlös soll gemäss Frischknecht in die Aufwertung der Bestandesliegenschaften investiert werden. Die Preise auf dem Transaktionsmarkt seien zu hoch, um das Portfolio mit Zukäufen zu ergänzen.

Zahlen bestätigt

Wie bereits aus ersten Eckdaten von Mitte August bekannt ist, hat BFW im ersten Halbjahr einen Rückgang des betrieblichen Ergebnisses (Ebit) von 15,8 auf noch 9,1 Mio. Fr. verbucht. Der Gewinn inklusive Neubewertungen ging wegen eines tieferen Erfolgs aus Neubewertung von 13,4 auf 2,9 Mio. Fr. zurück. Die Nettorendite sank leicht auf 3,5%.

Die Nettomietzinseinnahmen gingen mehrheitlich durch den Verkauf von fünf Liegenschaften in der zweiten Jahreshälfte 2018 sowie zwei Liegenschaften im ersten Halbjahr 2019 um rund 7% auf 9,3 Mio. Fr. zurück. 76% der Einnahmen stammen aus dem Bereich Wohnen. Die Leerstandquote betrug zum Stichtag 10,3%. Ohne Sonderfaktoren wird sie auf 7,5% beziffert, was leicht unter dem Wert per Ende 2018 liegt.

Die bereits früher präsentierten Zahlen wurden am Freitag bestätigt. Das schlechtere Finanzergebnis spiegelt die Wertveränderung der Zinsswaps, die letztes Jahr noch einen positiven Effekt auf die Rechnung hatten. Die Eigenkapitalquote ging in den ersten sechs Monaten auf 35,3% zurück und lag damit am unteren Rand der Zielbandbreite von 35 bis 45%. Bis Ende Jahr soll der Wert gemäss Finanzchef Andreas Brügger wieder gegen 40% steigen.

Mehrere Projekte in der Pipeline

Zum weiteren Jahresverlauf heisst es, BFW sei weiterhin von der Attraktivität des Immobilienmarktes Schweiz – speziell im Segment Wohnen – überzeugt. Entsprechend bleibe der Fokus weiterhin auf Wohnimmobilien bestehen. Für die kommenden Jahre hat BFW mehrere Projekte in der Pipeline.

Dazu zählten eine Überbauung in Steckborn mit zwanzig Wohnungen, eine Renditeliegenschaft mit 86 Wohnungen und einem Gewerbeanteil in Rorschach und eine weitere in Zürich, wo unter anderem 42 Wohnungen geplant seien. Sie sollen bis Ende 2022 realisiert werden.

Aktien ohne Reiz

Die selten gehandelten BFW-Aktien notierten am Freitag unverändert. Sie werden seit Ende 2017 in einem engen Preisband um den inneren Wert (43.01 Fr. per Ende Juni) gehandelt. Das aktivere Portfoliomanagement hat daran nichts geändert, ebenso wenig das Aktienrückkaufprogramm im Frühjahr. Auch die Dividendenrendite von 3,3% ist kein Kaufargument.

 

Die komplette Historie zu BFW Liegenschaften finden Sie hier. »

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