Unternehmen / Immobilien

BFW veräussert weitere Liegenschaften

Die Immobiliengesellschaft erzielt 2019 weniger Gewinn. Am Plan zum Rückzug von der Börse hält sie fest.

(AWP/GA) Die BFW Liegenschaften (BLIN 43.4 0%) hat 2019 weniger Gewinn gemacht. In seinem letzten Jahr an der Schweizer Börse hat das Ostschweizer Immobilienunternehmen weitere Liegenschaften verkauft.

Der Gewinn inklusive Neubewertungserfolg ging 2019 von 20,6 auf 13,1 Mio. Fr. zurück. Ohne Neubewertungserfolg war der Gewinn mit 7,8 Mio. Fr. ebenfalls niedriger als 2018 mit 11,9 Mio. Fr., wie BFW am Mittwoch mitteilte.

Die Netto-Mietzinseinnahmen reduzierten sich, mehrheitlich bedingt durch den Verkauf von dreizehn Liegenschaften um rund 7% auf 18,2 Mio. Fr. Aus dem Verkauf der Liegenschaften resultierte unter dem Strich ein einmaliger Verkaufserfolg von 5,9 Mio. Fr. Die Marktbewertung des Portfolios führte zu einem Erfolg aus Neubewertung von 2,8 (10,3) Mio. Fr.

Das betriebliche Ergebnis (Ebit) sank von 26,5 auf 20,1 Mio. Fr. Die Veränderung sei vor allem auf die tieferen Mietzinseinnahmen aufgrund der Verkäufe der Liegenschaften und auf die unterschiedlichen Gewinnbeiträge aus dem Verkauf von Liegenschaften und aus den Neubewertungen zurückzuführen. Die Eigenkapitalquote verbesserte sich von 38,3 auf 40,5%.

Die 2019 erwirtschaftete Nettorendite auf den Anlageobjekten stieg auf 4,2% (Vorjahr 3,7). Die Leerstandquote der Renditeliegenschaften sank auf 8,4% (8,6).

BFW Holding will keine Dividende ausschütten

Die beiden unabhängigen Verwaltungsratsmitglieder André Robert Spathelf und Christian Wunderlin, der an der kommenden Generalversammlung nicht mehr kandidiert, schlagen erneut eine Barausschüttung in Form einer Nennwertreduktion von 1.40 Fr. je Namenaktie A und 0.14 Fr. je Namenaktie B vor.

Dies lehnt die Hauptaktionärin BFW Holding aber ab. Der Vorschlag sei aufgrund der beabsichtigten Privatisierung der Gesellschaft nicht im Interesse der Hauptaktionärin. Die BFW Holding strebt auch sonst keinerlei Ausschüttungen an, sei es als Dividendenzahlung oder in Form von Nennwertreduktionen. Aufgrund der Stimmrechtsverhältnisse wird der Antrag auf Nennwertrückzahlung chancenlos bleiben.

Keine Wachstumspläne und Abschied von der Börse

In Zukunft will BFW Liegenschaften keine Wachstumsstrategie mehr verfolgen. Das heute bestehende Portfolio soll nicht substanziell erhöht werden, hiess es weiter.

Mit dem verbleibenden Liegenschaftenportfolio in der Höhe von 332,6 Mio. Fr. verfüge die Gesellschaft nicht mehr über die nötige, sinnvolle Grösse eines Portfolios, das eine Kotierung an der SIX als Publikumsgesellschaft rechtfertige.

Wie bereits im Februar mitgeteilt, will die BFW Holding daher ihre Tochter BFW Liegenschaften von der Börse nehmen. Hauptaktionär Beat Frischknecht hält 84,32% der Stimmrechte und 63,48% des Kapitals von BFW Liegenschaften. Die beiden Fondsdienstleister LB (Swiss) Investment und MV Immoxtra kommen zusammen auf knapp 10% der Stimmen.

Die BFW-Aktien werden in etwa auf dem Niveau ihres inneren Werts von 44.72 Fr. gehandelt.

Die komplette Historie zu BFW Liegenschaften finden Sie hier. »