Märkte / Devisen

Bidens Sieg bringt dem Dollar wenig Gutes

Die grosse Mehrheit der Devisenanalysten geht davon aus, dass der Machtwechsel in den USA eine schwächere US-Währung nach sich ziehen wird.

Was bedeutet der Machtwechsel im Weissen Haus für den Dollar? Häufig dreht der Kursverlauf, wenn ein neuer Präsident einzieht. Die Clinton-Ära war durch eine Wachstumspolitik geprägt, die den Dollar aufwerten liess. Der republikanische Nachfolger George W. Bush hatte weniger Glück. In seine Amtszeit fielen mehrere Schocks, zuletzt die Finanzkrise 2008. Der Dollar verlor rund 30% seines Werts.

Unter Barack Obama wertete sich der Greenback zumindest nicht mehr ab und legte gegen Ende der Amtszeit sogar zu – vor allem weil in Europa die Eurokrise tobte. Donald Trump erklärte den Dollar zum Ziel seiner Wirtschaftspolitik. Er plädierte zunächst für einen Kursrückgang, um den US-Exporteuren zu helfen. Bald mässigte er die verbalen Interventionen, begann dafür aber einen Handelskrieg mit China. Der hatte zur Folge, dass sich das Weltwirtschaftswachstum abschwächte und die Kapitalströme von riskanten in ­sichere Märkte wie die USA umgeleitet wurden. Der Dollar gewann an Wert. Dieser Artikel ist für Abonnentinnen und Abonnenten reserviert. Digital-Abonnements ab 28 Fr. / Monat Zu den Abonnements Bereits abonniert?

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