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Big Apple Talk: Börsenaufsicht lässt Onlinebroker abstürzen

FuW berichtet aus New York. Heute: Die SEC will das Modell ändern, wonach die Handelsaufträge privater Anleger verkauft werden können.

Die US-Börsenaufsicht (SEC) steht vor weitreichenden Änderungen in der Art, wie der Handel mit Aktien durch Privatanleger vonstattengeht. Er soll gemäss der Behörde transparenter werden, und Interessenkonflikte sowie Ungleichheiten zwischen Handelsteilnehmern sollen beseitigt werden. SEC-Chef Gary Gensler knöpft sich hier insbesondere das Modell namens Payment for Order Flow (PFOF) vor.

Viele Broker, bei denen Privatanleger ihre Trading-Konten haben, leiten die Handelsaufträge der Kunden an grosse Wertpapierhäuser wie Citadel oder Virtu. Diese sogenannten Market Makers bezahlen die Broker für dieses Volumen. Die Broker können so den Privatanlegern unter anderem Wertschriftenhandel zum Nulltarif anbieten. Das PFOF-Modell rückte Anfang 2021 rund um die Spekulationsblase in den Aktien der Videospielladenkette GameStop in den Fokus.

Mehr Wettbewerb

In Zukunft soll nach dem Willen der SEC Wettbewerb herrschen zwischen den ausserbörslichen Market Makers und den Börsenplätzen wie der New York Stock Exchange und der Nasdaq. Über Letztere wird heute schon der überwiegende Teil der institutionellen Handelsaufträge abgewickelt. Dort, wo für den Privatanleger der beste Preis erzielt werden kann, soll in Zukunft der Handelsauftrag ausgelöst werden.

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