Unternehmen / Ausland

Big Apple Talk: US-Konzerne finanzieren Antidemokraten

FuW berichtet aus New York. Heute: 147 Abgeordnete wollten vor einem Jahr das Wahlergebnis annullieren. Von diesen Unternehmen erhalten sie weiterhin Geld.

US-Unternehmen stehen im Zwielicht rund um die Vorkommnisse des 6. Januar vor einem Jahr. Damals stürmte ein gewalttätiger Mob das US-Parlament und versuchte, die Ratifizierung des Ergebnisses der Präsidentschaftswahl zu verhindern. Angestachelt wurde er von Ex-Präsident Donald Trump, der bis heute die Lüge verbreitet, die Wahl sei ihm gestohlen worden. Die Strippenzieher des Kapitolsturms sollen sich auch über die sozialen Medien abgesprochen haben.

Schon kurz nach dem Sturm nahm der Parlamentsausschuss, der die Hintergründe des 6. Januar aufarbeitet, Social-Media-Konzerne ins Visier und forderte Kooperation und Dokumente. Jetzt ist der Ausschuss einen Schritt weiter gegangen und hat Google-Mutter Alphabet, Facebook-Holding Meta, den Kurznachrichtendienst Twitter und das Internetforum Reddit vorgeladen. Die Vorwürfe: Die Unternehmen hätten nicht klar darstellen können, wie sie zum Angriff auf das Parlament beigetragen haben und was sie tun, damit ihre Plattformen nicht weiter eine Brutstätte für Radikale und Gewaltbereite sein können.

Trend der Verweigerung

Die meisten Anhänger der Republikanischen Partei glauben gemäss Umfragen Trumps Lüge von der gestohlenen Wahl. So ist es unter republikanischen Politikern der neueste Trend geworden, dem Ausschuss die Zusammenarbeit zu verweigern. Unter anderem entzieht sich der Oppositionsführer Kevin McCarthy der Vorladung und will nicht preisgeben, welche Gespräche er mit Trump am 6. Januar geführt hat.

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