Unternehmen / Ausland

Big Oil hinkt den Erwartungen hinterher

Ölaktien gelten bei Analysten als Jahresfavoriten. Doch der grosse Sprung ist bislang ausgeblieben. Das hat seine Gründe.

Es gibt kaum einen Broker, der nicht heiss auf Aktien von Ölunternehmen ist. Denn die Vorzeichen für eine Branchenrally stehen grundsätzlich gut. Das erwartete starke Wirtschaftswachstum wird sich in einem deutlich höheren Energiebedarf bemerkbar machen. Wenn mehr Waren nachgefragt werden, nehmen sowohl der Strom- wie auch der Erdölbedarf zu.

Gleichzeitig profitieren die Ölförderer auch von der Entwicklung am Erdölmarkt. Die Preise sind gegenüber dem Vorjahr deutlich gestiegen. Derzeit werden für ein Fass (159 l) der aus der Nordsee stammenden Sorte Brent knapp 67 $ bezahlt. Das liegt deutlich über der Profitabilitätsschwelle von rund 52 $ je Fass. Vor Jahresfrist hatte der Ölpreis gerade mal knapp 30 $ betragen.

Bessere Quartalszahlen als erwartet

Diese Preisentwicklung spiegelt sich positiv in den Quartalszahlen, die die Ölmultis Ende vergangener Woche publiziert haben. Durchs Band weg haben sowohl die grossen US-Ölförderer Chevron und ExxonMobil wie auch die europäischen Leader Royal Dutch Shell, Total und BP beim Gewinn die Markterwartungen geschlagen.

Der ganze Text ist für Abonnentinnen und Abonnenten reserviert. Abonnieren Bereits abonniert?