Die Bilanzsumme ist für grosse Banken immer noch eine wichtige Messzahl. Sie zeigt ihr Gewicht auf dem Kredit- und dem Anlegermarkt an. Die amerikanische Onlinemedien­gesellschaft Insider veröffentlicht regelmässig Erhebungen über die weltweite Bankenszene. Die aktuelle Ausgabe zu den fünfzig grössten Finanzinstituten Europas zeigt ein Spitzentrio mit jeweils deutlich über 2000 Mrd. € Bilanzsumme: BNP Paribas, HSBC und Crédit Agricole. Darauf folgt, angeführt von Banco Santander, eine Sechsergruppe zwischen 1500 und 1000 Mrd. €. Auf den Plätzen vierzehn bzw. sechzehn klassieren sich die Schweizer Grossbanken UBS und CS; angesichts der beschränkten Grösse des Heimmarktes ­erweist sich daran auch ihre internationale Bedeutung. Deutschland mag die führende Industrienation des Kontinents sein, doch Europas Bankengrossmacht ist Frankreich: Von den hier dargestellten Top sechzehn sind fünf franzö­sische Geldhäuser. Weitere vier sind britisch. Auf Rang 37 liegt die schweizerische Raiffeisen-Gruppe (240 Mrd. €), auf Rang 45 die Zürcher Kantonalbank (174 Mrd. €). Russland ­übrigens, wirtschaftlich ohnehin deutlich hinterherhinkend, hat auch in diesem Dienstleistungssegment wenig zu bestellen. Die PAO Sberbank ist 26. (398 Mrd. €), die VTB Bank 42. (201 Mrd. €). Putins wahnwitziger Feldzug wird ihre Position sogar noch verschlechtern.