Unternehmen

Billiges Geld schadet der Disziplin

In den enttäuschenden Zahlen zum Working-Capital-Management spiegelt sich das niedrige Zinsniveau. Es gibt aber auch andere Gründe.

Paul Moody muss es wissen. Als Associate Partner des zur Hackett Group gehörenden Cashflowberaters REL kennt er nicht nur alle Facetten der Bewirtschaftung von Umlaufvermögen und der Cashflowgenerierung. Er blickt als Zuständiger für Deutschland, Österreich und die Schweiz auch in viele Unternehmen aus zahlreichen Branchen. Wenn er also sagt, die Resultate des REL ­Working Capital Survey 2017 hätten ihn enttäuscht, dann ist das ernst zu nehmen.

Fast 4% hat sich die durchschnittliche Kapitalbindungsdauer im Nettoumlaufvermögen europäischer Unternehmen verlängert, so viel wie lange nicht mehr. Das geht nicht nur zulasten des Cashflows. Indem die längere Mittelbindung das investierte Kapital erhöht, beeinträchtigt sie auch die entsprechende Rendite (ROIC) und somit das Potenzial, Wert zu schaffen. Das zeigt: Eine effiziente Bewirtschaftung des Umlaufvermögens ist mehr als l’art pour l’art (vgl. Glossar).

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