Unternehmen / Gesundheit

Biosimilars machen Pharmariesen zu schaffen

Roche kommt allmählich aus dem Tunnel. Ab 2022 nimmt der negative Umsatzeffekt deutlich ab. Für Novartis könnte die Phase der Erosion danach erst richtig beginnen.

Nun beginnen Biosimilars wehzutun. Die preisgünstigen Nachahmerprodukte machen lukrativen, biotechnologisch hergestellten Medikamenten zunehmend Konkurrenz. Derzeit ist vor allem Roche betroffen, in zwei bis drei Jahren könnte Novartis an der Reihe sein. Beide Pharmakonzerne sind indessen überzeugt, die heikle Phase insgesamt ohne Umsatzeinbusse in Lokalwährung zu überstehen. Die durch Biosimilars verursachte Lücke soll mit neuen Medikamenten mehr als gefüllt werden.

Es dauerte länger als gedacht, bis sich die biotechnologisch hergestellten Nachahmerprodukte auf dem Markt durchzusetzen begannen. Die Eintrittshürden sind hoch. Die Fertigung ist komplexer als die von Generika. Biosimilars werden mithilfe von Gentechnik in lebenden Zellen hergestellt. Nach einer Anfangseuphorie setzte 2013 Ernüchterung ein, die Entwicklungskosten waren höher als erwartet. Doch zwei Jahre später zeigten sich erste Bremsspuren im Zahlenwerk von Pharmakonzernen. Dieser Text ist für Abonnentinnen und Abonnenten reserviert. Digital 5 Wochen ab CHF 20.– Jetzt testen Bereits abonniert?