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Bis Schieferöl fliesst, braucht es viele Schritte

Nicht nur Techniker sind am Prozess beteiligt, sondern auch Juristen.

Hinter der Gewinnung von Schieferöl (und Schiefergas) steht nicht einfach eine neue Bohr- und Fördertechnik, sondern ein langwieriger, mehrteiliger Prozess. Unterschieden werden können grob:

Das Leasen
Zuerst kommen die Anwälte der Öl- unternehmen. Sie tauchen auf, lange bevor die ersten Löcher in den Boden gebohrt werden. Die Juristen versuchen bei den lokalen Behörden herauszufinden, wem die Mineralrechte der Grundstücke gehören, unter denen sie Ölvorkommen vermuten. Manchmal ist es nämlich so, dass die Nutzung der Oberfläche nicht der gleichen juristischen oder natürlichen Person zusteht wie die Nutzung des Untergrunds. Die begehrten Flächen werden meist geleast – zuerst für eine Dauer von drei bis fünf Jahren, während der eine erste Bohrung stattfinden muss. Wird innerhalb dieser Periode nicht gebohrt, verfällt der Leasing-Vertrag. Für diese erste Phase erhalten die Besitzer der Mineralrechte eine Pauschalabfindung. Hat die erste Bohrung stattgefunden, verlängert sich der Vertrag für die Lebensdauer der Quelle. Bezahlt wird in dieser Phase nach der Menge des geförderten Öls.

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