Märkte / Devisen

«Bitcoin ist als Mittel zur Werterhaltung begehrt»

Alain Kunz, Krypto-Experte bei Bank Cler, beobachtet, dass die Rally der Kryptowährung von institutionellen Anlegern getrieben wird. Sie sei noch nicht am Ende.

Herr Kunz, mit Bitcoin ging es dieses Jahr rasant nach oben, der Preis hat sich zeitweise verfünffacht. Was sind die Gründe?
Es sind grösstenteils institutionelle Anleger, die in den vergangenen drei bis sechs Monaten bei Bitcoin eingestiegen sind und den Preis auf ein Allzeithoch von fast 20 000 $ getrieben haben. Diese institu­tionellen Käufer haben die Value Proposition, das Leistungsversprechen der Anlageklasse, realisiert. Bitcoin wird nun als ideales Mittel zur Werterhaltung gesehen.

Alain Kunz ist Krypto-Experte bei Bank Cler. (Bild: zvg)

 

Warum gerade jetzt?
Das ist teilweise mit der Pandemie zu erklären. Die Staaten haben enorm grosse Hilfspakete geschnürt, gleichzeitig lassen die Notenbanken die Geldmenge schnell wachsen. Es gibt die Furcht vor Inflation. Institutionelle Anleger suchen in dieser ­Situation nach einem Vermögensschutz – und Bitcoin als ein deflationäres Asset ist hier eine offensichtliche Option. Dieser Artikel ist für Abonnentinnen und Abonnenten reserviert. Digital-Abonnements ab 28 Fr. / Monat Zu den Abonnements Bereits abonniert?