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Bitcoin Suisse plant Börsengang

Einem Bericht zufolge will der Finanzdienstleister im Kryptowährungsbereich eine Kapitalerhöhung und die Kotierung anstreben.

(AWP) Das auf Finanzdienstleistungen im Kryptowährungsbereich spezialisierte Unternehmen Bitcoin Suisse plant einem Medienbericht zufolge eine Kapitalerhöhung, um im Anschluss eine Kotierung an der Börse anzustreben. Zuerst will der Finanzdienstleister aber den Entscheid zum Erhalt einer Bankenlizenz abwarten.

Bitcoin Suisse hat bekanntlich im vergangenen Juli ein Gesuch für eine Banklizenz bei der Eidgenössischen Finanzmarktaufsicht (Finma) eingereicht. Zusätzlich plant das Unternehmen laut einem Bericht des Finanznachrichtenportals «finews.ch» vom Mittwoch, bis Frühling 2020 neues Kapital im Umfang von 40 Mio. Fr. bei Investoren aufzunehmen, um im Anschluss einen Börsengang in die Wege zu leiten.

«Wir müssen die nächsten Schritte voraus denken», sagte Bitcoin-Suisse-CEO Niklas Nikolajsen. «Und einer dieser Schritte heisst, an die Börse zu gehen.» Einen genauen Zeitplan gebe es aber noch nicht.

Mitte 2020 wolle man zudem über rund 100 Mio. Fr. Kapital verfügen. Laut «finews.ch» hat Bitcoin Suisse über die Jahre rund 55 Mio. Fr. Eigenkapital angehäuft. Dies reiche aber nicht aus, um «die Nachfrage nach unseren Dienstleistungen zu genügen», sagte Nikolajsen. Eine Bestätigung von Bitcoin Suisse war bislang nicht erhältlich.

Dritte Lizenz für eine Kryptobank

Bitcoin Suisse erwirtschaftete mit mittlerweile 122 Mitarbeitenden den Angaben nach in den Jahren 2017 und 2018 einen kumulierten Gewinn von 57 Mio. Fr. Aufgrund von Investitionen und dem Umfeld im Krypto-Geschäft werde das Unternehmen für das Geschäftsjahr 2019 aber nur noch eine schwarze Null ausweisen, hiess es weiter.

Bitcoin Suisse wäre nach dem Erhalt einer Lizenz der Finma neben der Bank Seba und Sygnum das dritte auf Kryptowährungen und -dienstleistungen spezialisierte Finanzunternehmen mit einer Schweizer Bankenlizenz.

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