Unternehmen / Energie

BKW setzt noch einen obendrauf

Analyse | Der Energiekonzern will bis 2026 markant wachsen und noch rentabler werden.

Über dem Zürcher Nebelmeer im Dolder Grand Hotel erinnerte BKW-CEO Suzanne Thoma zu Beginn des Kapitalmarkttages an die düsteren Zeiten. Vor knapp zehn Jahren musste der Energiekonzern angesichts fallender Strompreise und der Umwälzungen am Markt 1 Mrd. Fr. abschreiben. Den Betriebsgewinn (Ebit), den BKW 2011 im Gesamtjahr erzielt hatte, erreichte sie heuer schon beinahe im Halbjahr.

Und BKW geht davon aus, dass es die kommenden Jahre weiter aufwärtsgehen wird mit Wachstum und Profitabilität: Der Umsatz soll bis 2026 um 50% zulegen, der Ebit gar um 60%. So sind die Ziele der «Wachstumsstrategie 2026», die die Berner am Kapitalmarkttag vorgestellt haben.

Hohe Strompreise bringen 150 Mio. Fr.

Ein wichtiger Treiber sind die stark gestiegenen Strompreise. «Nur schon durch den Strompreis wird der Ebit im Bereich Energie von 218 auf 350 Mio. Fr. steigen», sagte Finanzchef Ronald Trächsel. Im Jahr 2019 verbuchte BKW für den Strom Absicherungspreise von unter 30 € pro Megawattstunde. Inzwischen liegen die Preise zur Absicherung bis zum Jahr 2025 über 70 €. Das gibt BKW, die den Strom jeweils etwa drei Jahre im Voraus absichert, für die kommenden Jahre Visibilität und verleiht den auf den ersten Blick sportlichen Wachstums- und Renditezielen Glaubwürdigkeit.

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