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Hildebrand für Trennung der Bankenaufsicht von EZB

Der Vize-Präsident des Vermögensverwalters BlackRock, Philipp Hildebrand, möchte die europäische Bankenaufsicht als unabhängige Institution positionieren.

(Reuters) Der Vize-Präsident des weltgrössten Vermögensverwalters Blackrock, Philipp Hildebrand, hat sich für eine Trennung der Bankenaufsicht von der EZB ausgesprochen.

«Langfristig sollte man sich überlegen, die Aufsicht aus der EZB herauszulösen und als unabhängige Institution zu positionieren», sagte der frühere Präsident der Schweizerischen Nationalbank dem «Spiegel» laut Vorabbericht vom Freitag.

Bundesbank-Vize Claudia Buch hatte im vergangenen Jahr ebenfalls diese Forderung erhoben. Die Europäische Zentralbank (EZB) ist seit Herbst 2014 für die Kontrolle der grössten Banken im Währungsraum zuständig.

Hildebrand zufolge muss sich Europa zudem in vielen Bereichen von der US-Dominanz befreien. «Wir sind abhängig von amerikanischen Zahlungssystemen, Rating-Agenturen und Stimmrechtsberatern. Wir sollten Alternativen entwickeln.» Eine der wichtigsten Lehren aus der Krise für Europas Banken sei, dass ihr Ausflug in das Investmentbanking angelsächsischer Prägung einen Scherbenhaufen hinterlassen habe.

In den Fonds von Blackrock liegen rund fünf Billionen Dollar. Neben Geld von Privatanlegern ist das vor allem Anlagekapital institutioneller Investoren wie Pensionsfonds und Versicherer.

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