Märkte / Makro

«Blasen sind vorhersehbar»

Ryan Woodard von der ETH Zürich erforscht die Bildung und das Platzen von Blasen. Im Interview mit der «Finanz und Wirtschaft» äussert er sich zu den gefährdetsten Anlageklassen.

Der Begriff Blase wird heutzutage inflationär verwendet. Fast noch inflationärer treten selbst ernannte Crashpropheten auf. Aufhorchen lässt eine Blasenwarnung dann, wenn sie von einer seriösen Denkfabrik wie der ETH Zürich kommt, die man nicht unbedingt mit dem schnelllebigen und oft oberflächlichen Finanzgeschäft in Ver­bindung bringt. So geschehen am 21. Mai dieses Jahres, als das am Lehrstuhl für unternehmerische Risiken von Professor Didier Sornette angesiedelte Financial Crisis Observatory auf der institutseigenen Webseite die Nachricht aufschaltete, der amerikanische S&P 500 befinde sich in einer Blase, die bald korrigieren werde. Einen Tag später erreichte der US-Leit­index sein bisheriges Jahreshoch.

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