Dossier-Bild Ein Artikel aus dem Dossier Nachhaltig investieren
Meinungen

Bleibender Boom

Das Rennen zu «netto null» hat begonnen. Selbst Stahl könnte einst klimaneutral produziert werden. Für Anleger tun sich neue Möglichkeiten auf. Ein Kommentar von FuW-Redaktor Rainer Weihofen.

«Strom aus erneuerbaren Quellen ist längst kein Nischenprodukt mehr.»

Die Energiewende ist wegen der Pandemie aus dem Fokus geraten. Das heisst aber nicht, dass das Streben nach einer Dekarbonisierung der Energieversorgung weniger wichtig geworden ist. Im Gegenteil. Von einem Rennen zur Klimaneutralität, zur Netto-Null, das eben erst begonnen habe, ist die Rede. Den Börsen gefällt das Rennen. Die Valoren von Unternehmen rund um das Thema erneuerbare Energien boomen wie nie zuvor (Lesen Sie hier mehr».) 

Warum ausgerechnet jetzt, wo doch das Thema Klimawandel schon lange auf der globalen Agenda steht? Einen Teil der Antwort liefert der ­Finanzmarkt selbst. Jede noch so ­fadenscheinige Aussicht auf Rendite wird derzeit genutzt. Manche Analysten halten den Markt daher für überhitzt. Doch die Energiewende hängt nicht am seidenen Faden. Im Gegenteil, aus dem Faden ist längst ein veritables Seil geworden.

Strom aus erneuerbaren Quellen ist längst kein Nischenprodukt mehr. Auf dem Weg zur Netto-Null, die die EU 2050 erreichen will, werden jetzt die anderen vier Fünftel des Energiemarktes ins Visier genommen: Wärme und Transport.

Hier kommt Wasserstoff als Energieträger ins Spiel, ohne den Klimaneutralität nicht erreicht werden kann. Kleine Unternehmen beschäftigen sich seit Jahren mit dem Gas. Nun entdecken auch globale Konzerne die Vorzüge des Energieträgers, freilich nicht ganz freiwillig. Die Visionen sind gross. Selbst Stahl könnte einst mit Hilfe von Wasserstoff produziert werden. Ein neuer Industriezweig entsteht, der uns Anlegern noch lange Freude bereiten wird.

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