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BLKB weist stabiles Zahlenset aus

Die Basellandschaftliche Kantonalbank erzielt 2017 gleich viel Gewinn wie im Vorjahr. Auch die Ausschüttung bleibt unverändert.

(AWP) Die Basellandschaftliche Kantonalbank (BLKB) hat im Geschäftsjahr 2017 operativ weniger verdient, unter dem Strich blieb der Jahresgewinn allerdings praktisch konstant. Belastet wurde das betriebliche Ergebnis von höheren Investitionen sowie Einlagen in die Pensionskasse, während die Erträge leicht tiefer ausfielen. Die Ausschüttung an die PS-Inhaber bleibt mit einer Dividende von 35 Fr. unverändert.

Der Geschäftserfolg als Mass für die operative Leistung sank 2017 um 6,2% auf 172,1 Mio. Fr., wie die BLKB am Donnerstag mitteilte. Der Jahresgewinn fiel dagegen mit 133,3 Mio. Fr. (VJ 133,6 Mio.) nur leicht unter dem Vorjahreswert aus.

Schwächeres Zinsengeschäft

Insgesamt ging der Geschäftsertrag der Kantonalbank um 0,4% auf 366,9 Mio. Fr. zurück. Haupttreiber war ein Rückgang der wichtigsten Ertragskomponente, dem Zinsengeschäft, das weiterhin von der aktuellen Zinssituation belastet wurde. Trotz eines weiteren Wachstums bei den Hypotheken ging der Nettoertrag im Zinsengeschäft um 4,3% auf 272,7 Mio. Fr. zurück.

Verbessert zeigte sich das Kommissions- und Dienstleistungserfolg (+14% auf 65,3 Mio. Fr.). Hier profitierte die Kantonalbank vor allem von einer klaren Ertragszunahme im Wertschriftengeschäft. Im Handelsgeschäft verdiente die Kantonalbank mit 18,2 Mio. Fr. (+2,4%) etwas mehr.

Geschäftsaufwand gestiegen

Ein deutlicher Anstieg resultierte beim Geschäftsaufwand (+8,8% auf 176,5 Mio. Fr.). Der Sachaufwand erhöhte sich dabei wegen Investitionen in die Neuausrichtung von Filialen und in die digitale Weiterentwicklung deutlich – so führte die BLKB ein neues E-Banking ein. Im Personalaufwand schlugen dagegen einmalige Einlagen zugunsten der Pensionskasse (BLKP) zu Buche, dies wegen einer Senkung des technischen Zinses der BLKP. Die Anzahl der Vollzeitstellen legte um 2,4% auf 673 zu.

Klar verschlechtert zeigte sich in der Folge das Kosten-Aufwand-Verhältnis (Cost-Income-Ratio), das auf 48,1% (VJ 44,0%) anstieg. Der Wert liege «am oberen Rand» des Zielkorridors, räumt die BLKB ein.

Weiteres Hypothekarwachstum

Die Bilanzsumme der Kantonalbank lag per Ende des Jahres mit 24,2 Mio. Fr. um 2,2% über dem Vorjahreswert. Bei den Hypothekarforderungen war die Bank mit einem Anstieg von 3,5% etwas schneller unterwegs als im Vorjahr. Weiterhin überdurchschnittlich legten die in Zusammenarbeit mit der Online-Bank Swissquote (SQN 45.5 1%) angebotenen E-Hypotheken, die um 7,9% auf 931 Mio. Fr. anzogen.

Zudem konnte die BLKB auch 2017 weitere Gelder anziehen, allerdings lag der Netto-Neugeldzufluss mit 383 Mio. Fr. wieder unter dem Vorjahreswert (554 Mio.). Die gesamten Kundenvermögen betrugen 20,4 Mrd. Fr. (VJ 19,1 Mrd.).

Zusätzliche Investitionen

Für die weitere Zukunft gibt sich das Institut zuversichtlich und erwartet im laufenden Jahr weiteres Wachstum im operativen Geschäft. Die Erträge dürften aufgrund der nachteiligen Zinsstruktur aber unter Druck bleiben. Ein möglicher Zinsanstieg wird nicht vor Ende 2018 beziehungsweise Anfang 2019 erwartet.

Weiterhin will Bank zudem in die Modernisierung der Infrastruktur, die Digitalisierung sowie in Spezialisten und Fachkräfte investieren, wie es weiter heisst. Die Cost-Income-Ratio dürfte deshalb kurzfristig die 50%-Marke überschreiten, sie soll aber sich mittelfristig wieder innerhalb des vorgegebenen Zielkorridors von 40 bis 50% bewegen.

Per Anfang Jahr ist zudem Michel Degen zum Chief Risk Officer (CRO) ernannt worden, wie es weiter heisst. Degen übernimmt die Rolle vom Finanzchef und stellvertretenden CEO, Herbert Kumbartzki, dem er auch unterstellt ist. Damit werden die Rollen des CRO und des CFO auf zwei Personen aufgeteilt.

Die komplette Historie zu BLKB finden Sie hier. »

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