Unternehmen / Industrie

Bobst mit Dividendenexploit

Analyse | Der Verpackungsmaschinenhersteller rechnet für 2022 mit weiterer Margenexpansion.

Der Verpackungsmaschinenhersteller Bobst hat 2021 gut gearbeitet und verfügt über hohe Liquidität. Deshalb – und weil er für dieses Geld Negativzinsen bezahlen muss – will er neben einer regulären Dividende von 2 Fr. zusätzlich 6 Fr. an die Aktionäre ausschütten. Für 2020 hatte die Gesellschaft keine Dividende bezahlt. In den kommenden Jahren will sie sich wieder am Ziel einer Ausschüttungsquote von 30 bis 50% orientieren (für 2021 sind es 145%). Der Dividendenexploit ist demnach einmaliger Natur.

Für 2022 erwartet Bobst noch bessere Zahlen als für 2021 (vgl. Tabelle). Der Umsatz soll 1,7 bis 1,8 Mrd. Fr. erreichen, die Betriebsgewinnmarge 7 bis 8%, trotz höheren Rohstoffkosten und Lieferkettenengpässen. Geopolitische Risiken wie der Ukrainekrieg sind in der Prognose jedoch nicht berücksichtigt. Bobst unterhält im Krisengebiet allerdings bloss ein Servicecenter (in Moskau) mit vierzig bis fünfzig Angestellten.

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