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Boeing stimmt 2,5-Mrd.-$-Vergleich zu

Der US-Flugzeugbauer Boeing stimmt zur Einstellung des Verfahrens einem 2,5 Mrd. $ schweren Vergleich in der 737-Max-Affäre zu.

(Reuters) Der US-Flugzeugbauer Boeing (BA 212.87 -0.05%) zahlt zur Einstellung der Ermittlungen wegen der beiden Flugzeugabstürze seiner Unglücksmaschine 737 MAX mehr als 2,5 Mrd. $. Boeing habe diesem Vergleich zugestimmt, der kein strafrechtliches Schuldeingeständnis beinhaltet, teilte das US-Justizministerium am Donnerstag mit. Er umfasse eine Geldstrafe in Höhe von 243,6 Mio. $, Entschädigungszahlungen an Boeings 737-MAX-Airlinekunden in Höhe von 1,77 Mrd. $ und die Einrichtung eines 500-Mio.-$-Fonds für die Absturzopfer zur Entschädigung der Erben, Verwandten und gesetzlichen Begünstigten der Passagiere.

Die 737 MAX war im März 2019 nach zwei Abstürzen in Indonesien und Äthiopien, bei den insgesamt 346 Menschen ums Leben gekommen waren, für mehr als 20 Monate aus dem Verkehr gezogen worden. Als Unglücksursache galten Probleme mit der Steuerung. Die US-Luftfahrtbehörde FAA hatte Mitte November nach Software-Updates und mit Auflagen etwa zum Pilotentraining den Flugbetrieb wieder zugelassen. Ende Dezember hob mit einer Maschine von American Airlines erstmals wieder ein Passagierflug mit der Boeing-737 MAX ab.