Märkte / Makro

Börse Hongkong bleibt an LSE dran

Die Motive für den Übernahmeversuch sind unklar. Trotz wenig Gegenliebe der Londoner Börse glaubt die HKEX an den Zusammenschluss.

Die Aufregung um das mehr als 30 Mrd. £ schwere Übernahmeangebot für die London Stock Exchange (LSE) durch den Hongkonger Börsenbetreiber ist gross –und exemplarisch: Die technologische Revolution und geopolitische Machtverschiebungen verändern die Art, wie Finanzwerte gehandelt werden. Dabei hat das Management der Hong Kong Exchanges and Clearing (HKEX) nie einen Hehl aus seinen Expansionsplänen gemacht.

«Wir wollen nicht von bahnbrechenden Entwicklungen gestört werden, sondern selbst die Ruhestörer sein», sagte der CEO der HKEX bereits vor drei Jahren. Was Charles Li damit gemeint hat, zeigt der Kauf der Londoner Metallbörse (LME) durch die HKEX vor sieben Jahren. 2018 änderte die Hongkonger Börse trotz politischer Widerstände ihr Kotierungsreglement, um mit der Einführung von zwei Aktionärsklassen bisher an US-Börsen gelistete IT- und Biotechunternehmen nach Hongkong zu locken. Dieser Artikel ist für Abonnentinnen und Abonnenten reserviert. Digital-Abonnements ab 28 Fr. / Monat Zu den Abonnements Bereits abonniert?