Märkte / Aktien

Börse startete positiv in das zweite Halbjahr

Heute war der erste Tag für die Schweizer Börse ohne Anerkennung durch die EU. Die Aktien handelten auch wegen des G20-Gipfels höher.

(AWP/Reuters/BB) Heute ist die Börse ins zweite Halbjahr gestartet. Hierzulande hat dies eine wichtige Änderung mit sich gebracht: Mit Stichtag heute ist der Zugang der Schweizer Börse zu den europäischen Finanzmärkten ausgelaufen. Spürbar war das vor allem am höheren Handelsvolumen.

Am Vormittag ist der SMI (SMI 9728.39 1.27%) für kurze Zeit erneut über die Schwelle von 10’000 Punkten gestiegen. Diese Marke war jedoch nicht zu halten, obwohl die Börse den ersten Handelstag der Woche klar im Plus beendete.

Angeführt wurde der Leitindex SMI von ABB (ABBN 18.065 1.09%), Roche (ROG 273.2 1.58%) und der CS. Schub kam vor allem vom  G-20-Gipfel, der am Wochenende in Japan stattgefunden hat und der einen fragilen Waffenstillstand im Handelskrieg mit sich brachte, ohne das sich allzu viele Details geklärt hätten.

Nach oben ging es ebenfalls für LafargeHolcim (LHN 45.97 0.83%), die von einer Meldung zum angeblichen Interesse am Bauchemiegeschäft von BASF profitieren. Lonza konnten nach dem Kauf einer Produktionsanlage von Novartis (NOVN 87.52 1.23%) zulegen.

Zu den Gewinnern gehören heute auch Technologiewerte. Die Ankündigung  von US-Präsident Donald Trump, die Restriktionen für den Technologiekonzern Huawei lockern zu wollen, liessen AMS (AMS 39.43 1.18%), U-Blox (UBXN 68 1.64%), Logitech (LOGN 37.83 1.94%) und Temenos (TEMN 159.1 0.82%) avancieren. Geholfen habe auch, dass Julius Bär (BAER 37.67 2.34%) die Branche hochgestuft hat.

Im breiten Markt waren heute die Aktien der Cembra Money Bank (CMBN 96.4 3.16%) gesucht. Analysten nahmen die Nachricht zur Übernahme von Cashgate positiv auf.

Zu den Verlieren zählte dagegen heute das Schwergewicht Nestlé (NESN 107.76 1.2%). Erste Investoren würden ihre Safe-Haven-Engagements glatt streichen und träten somit den Rückzug aus dem defensiven Wert an.

Euro startet schwächer
Der Euro handelte am Montag etwas tiefer. Zum Handelsschluss kostete die Gemeinschaftswährung 1,1316 US-$. Ein Euro kostete 1,1155 Fr. Der US-$ stand bei 0,9860 Fr. Weniger gefragt war heute auch der«sichere Hafen» Gold (Gold 1513.66 -0.41%). Der Preis für eine Feinunze des Edelmetalls ist gesunken und beträgt 1390,22 US-$.

Ölkartell Opec tagt
Heute haben in Wien die Mitglieder des Ölkartells Opec und weiterer Staaten (Opec+) über eine Weiterführung des Produktionslimits verhandelt. Als wahrscheinlich gilt eine Verlängerung um 9 Monate. Der Preis für ein Barrel Brent (Brent 58.68 0.86%) (159 Liter) ist leicht gefallen und notiert bei 64,84 US-$. WTI (WTI 54.73 0.7%) steht mit 58,78 US-$ ebenfalls leicht unter dem Preis vom Freitag.

Wallstreet profitiert von G-20 Gipfel
Wallstreet eröffnete nach den Nachrichten vom Wochenende ebenfalls freundlich. Der Dow 30 und der Nasdaq handelten im grünen Bereich. Der marktbreite S&P 500 (SP500 2888.68 1.44%) notierte wegen den Annäherungen im US-chinesischen Handelskrieg gar in der Nähe seines bisherigen Rekordhoches.

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