Märkte / Aktien

Schweizer Börse legt Vorwärtsgang ein

Der Schweizer Aktienmarkt schliesst nach einem Auf und Ab fester. Clariant im Steigflug.

(AWP/CF) Der Swiss Market Index (SMI (SMI 10253.38 1.26%)) hat sich zum Start des dritten Quartals rauf und runter bewegt. Fortschritte bei der Entwicklung eines Coronavirus-Impfstoffs haben der Schweizer Börse nach Tagen des Stillstands Auftrieb verliehen. Der SMI stieg 0,4% und beendet den Handelstag knapp über der 10’000-Punkte-Marke. Der US-Pharmakonzern Pfizer (PFE 34.586 0.22%) und sein deutscher Entwicklungspartner BioNTech (BNTX 65.17 3%) läuteten nach ermutigenden Versuchsergebnissen die nächste Testphase eines Coronaimpfstoff-Kandidaten ein.

Über allen standen am Mittwoch Clariant (CLN 17.63 2.74%). Der Chemiekonzern hat die Geschäftseinheit Masterbatches wie geplant losgeschlagen und kann mit dem Geld nun eine saftige Sonderdividende von 3 Fr. je Aktie auszahlen. Schon kommenden Mittwoch ist Bescherung – und somit rechtzeitig vor den grossen Sommerferien. (lesen Sie hier mehr).

Implenia (IMPN 36.82 1.21%) verteuerten sich ebenfalls deutlich. Der Baukonzern ist mit Projekten im Wert von knapp 200 Mio. Fr. beauftragt worden. Dabei handelt es sich um Hotel- und Wohnprojekte in der Region Basel sowie Wohnungen und Büros in Winterthur.

Unter den Schweizer Standardwerten waren ABB (ABBN 22.78 2.29%) Spitzenreiter. Der Elektrotechnikkonzern hat den Verkauf des Stromnetzgeschäfts an die japanische Hitachi abgeschlossen und will im Sommer mit einem milliardenschweren Aktienrückkauf starten. Auch der Augenheilkonzern Alcon (ALC 55.66 0.07%) und das Sanitärtechnikunternehmen Geberit (GEBN 483.4 0.65%) gewannen deutlich an Wert.

Auf der Verliererseite standen dagegen die Aktien der auf den Heimmarkt fokussierten Unternehmen Swisscom (SCMN 495 0.34%) und Swiss Life (SLHN 357.8 1.36%).

Eine Übersicht über die Gewinner und die Verlierer finden Sie hier.

Europas Börsen legen zu

Peinliche Panne für die Deutsche Börse (DB1 167.15 1.3%): Nur wenige Monate nach dem letzten Ausfall hat eine technische Störung am Mittwoch erneut den Aktien- und Derivatehandel an der Frankfurter Börse, der Leipziger Strombörse EEX, der Wiener Börse und anderen europäischen Börsen lahmgelegt.

Diesmal fiel das Handelssystem T7 kurz nach Handelsbeginn für drei Stunden aus. Erst gegen 12.00 Uhr konnten Aufträge wieder abgewickelt werden. Den Handelstag beenden der Dax (DAX 12733.45 1.64%) genauso wie der Euro Stoxx 50 (Euro Stoxx 50 3350.03 1.69%) im Minus.

Sinkende US-Reserven geben dem Ölpreis Auftrieb

Die Ölpreise sind am Mittwoch gestiegen und haben die Gewinne aus dem frühen Handel bis zum Mittag deutlich ausgebaut. Marktbeobachter verwiesen auf einen starken Rückgang der Ölreserven in den USA, der für Auftrieb sorge. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent (Brent 43.02 0.19%) kostete zuletzt 42,30 US-Dollar. Das waren 1,03 Dollar mehr als am Vortag. Der Preis für ein Fass der Sorte West Texas Intermediate (WTI (WTI 40.9 1.54%)) aus den USA stieg um 1,01 Dollar auf 40,28 Dollar.

Der Euro ist am Mittwoch leicht gesunken. Der Euro in US-Dollar (EURUSD 1.13121 0.59%) hält sich allerdings in einer vergleichsweise engen Handelsspanne. Das bisherige Tagestief lag bei 1,1205 $.

Der Euro in Franken (EURCHF 1.06514 0.23%) notiert ebenfalls etwas tiefer. Der US-Dollar in Franken (USDCHF 0.94157 -0.36%) geht derweil kaum verändert um.

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