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Schweizer Börse setzt Aufwärtstrend fort

Die Schweizer Börse knüpft zum Wochenstart an die freundliche Tendenz vom Freitag an. Der Franken steigt zu Euro und Pfund.

(AWP/Reuters/RI) Der Schweizer Aktienmarkt startete mit einer leicht freundlichen Tendenz in die neue Woche. Die alten Themen blieben den Börsianern aber auch im neuen Monat erhalten: Der Handelsstreit der USA mit China – am Wochenende sind die Sonderzölle in Kraft getreten -, Italien, Rezessionsängste und die Frage, ob ein sogenannter «harter Brexit» zum 31. Oktober verhindert werden kann.

SMI-Spitzenreiter am Montag waren die Papiere des Personalvermittlers Adecco (ADEN 57.22 1.89%). Credit Suisse (CSGN 12.47 2.51%) hat die Papiere auf «Outperform» von «Neutral» hochgestuft.

Dahinter zogen Swiss Re (SREN 103.65 0.83%) an und holten einen Teil der Freitagsverluste auf. Letzte Woche hatte der Hurrikan «Dorian», er wurde zuletzt zu einem Hurrikan der gefährlichsten Kategorie hochgestuft und steuert auf die US-Ostküste zu, Rückversicherungs-Papiere rund um den Globus belastet. Die Aktien des Allspartenversicherers Zurich notierten ebenfalls höher.

Einer guten Nachfrage erfreuten sich zudem Papiere aus dem Gesundheitssektor wie Sonova (SOON 221 -3.07%) und Roche (ROG 288.5 -0.29%). Der Pharmakonzern hat positive Studiendaten zu seinem Grippemittel Xofluza vorgelegt. Novartis (NOVN 85.37 -0.16%) schlossen tiefer, während die Aktien von Nestlé (NESN 102.02 -1.07%) gewannen: Goldman Sachs (GS 206.52 0.03%) hatte das Kursziel auf 118 von 110 Franken erhöht.

Hiag unter Druck

Novartis bestätigte, dass das Herzmittel Entresto in einer Studie die Ziele knapp verfehlt hat. Deutlich nach unten ging es mit Technologiewerten wie AMS (AMS 44.83 1.45%) und Temenos (TEMN 142.05 -0.56%). Swatch und Richemont (CFR 73.16 0.52%) litten erneut unter den Unruhen im wichtigsten Absatzmarkt Hongkong.

Am breiten Markt brachten einige Gesellschaften ihre Geschäftszahlen Zahlen. Die Immobiliengesellschaft Hiag schrieb einen hohen Verlust und lässt deshalb die Dividende ausfallen.

Der Elektroinstallateur Burkhalter (BRKN 73 -0.68%) verdiente weniger und verpasste die Erwartungen der Analysten. Dem Börsenneuling Aluflexpack (AFP 22.35 -0.67%) gelang eine klare Steigerung von Umsatz und operativer Marge.

Dufry (DUFN 85.24 2.13%) profitierten von einer Kaufempfehlung der Citigroup (C 69.74 0.2%). Bei Barry Callebaut (BARN 2078 -0.19%) half die Kurszielerhöhung auf 2430 von 2250 Fr. durch Goldman Sachs.

Moderate Gewinne in Europa 

Die europäischen Aktienmärkte liessen sich von den neuen Zöllen ebenfalls nicht beeindrucken. Der EuroStoxx 50 wie auch der französische Cac-40-Index rückten vor. In London profitierte der Leitindex FTSE 100 vom schwachen Pfund.

Da an der Wall Street wegen des Feiertags «Labor Day» am Montag nicht gehandelt wird, blieben die Impulse von jenseits des Atlantiks dagegen aus.

 

Euro-Franken unter 1.09

Der Eurokurs fiel am Montag. Am Nachmittag kostete die Gemeinschaftswährung 1.0969 $. Im frühen Handel hatte sie noch knapp unter der Marke von 1.10 $ notiert. Der Schweizer Franken hat sich zu Wochenauftakt per Saldo kaum bewegt. Gegen Abend kostete der Euro 1.0871 Fr. und der US-Dollar 0.9911 Fr.

Deutlich unter Druck geraten ist das britische Pfund. Der drohende Brexit ohne Einigung mit der EU und der Handelsstreit zwischen den USA und China haben die britische Industrie im August belastet.

Ölpreise leicht tiefer

Die Ölpreise fielen am Montag leicht. Starke Impulse gab es nicht, der Hurrikan «Dorian» blieb am Rohölmarkt bisher ohne Auswirkungen. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent (Brent 58.82 -0.41%) kostete 58.96 $. Das waren 29 Cent weniger als am Freitag. Der Preis für ein Barrel der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI (WTI 53.36 -0.04%)) fiel geringfügig um vier Cent auf 55.06 $.

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