Märkte / Aktien

SMI dreht am Ende noch leicht ins Minus

Hoffnungen auf eine Lösung im Handelsstreit ebbten am Montag im Tagesverlauf ab. Der Dividendenabgang von Novartis bremst den SMI zusätzlich.

(AWP/Reuters/RB) Am Montag pendelte der Leitindex SMI den ganzen Tag nur wenig um das Niveau, das er zum Handelsschluss am Freitag erreicht hatte, um 9400 Punkte. Am Ende schloss er leicht darunter bei 9394 Punkten. Wäre nicht der Dividendenabschlag bei Novartis zu verkraften, sähe das Bild etwas besser aus. Der Pharmakonzern schüttet heute 2.85 Fr. je Aktie aus, die Papiere gaben 2,26% auf 89.08 Fr. nach.

Leichte Abgaben verzeichnen auch ABB (ABBN 18.815 0.08%). Alle übrigen achtzehn SMI-Werte notieren im grünen Bereich. Auch im breiten Markt gewinnt eine Mehrheit der gehandelten Titel. Der SMIM legt 0,33 zu, der SPI 0,39%.

Zu den grössten Gewinnern zählen Zykliker wie LafargeHolcim (LHN 50.22 0.16%) und Lonza (LONN 315.9 0.8%), die mehr als 1% avancieren. Sie hatten in der Vorwoche noch die grössten Verluste verzeichnet. Die Aktien von Julius Bär (BAER 40.59 -1.34%) notierten fester, nachdem die Bank angekündigt hat, eine Mehrheit von 70% am mexikanischen Vermögensverwalter NSC Asesores zu übernehmen. Bisher betrug die Beteiligung 40%.

Hoffnung im Handelsstreit

Die Grossbanken Credit Suisse (CSGN 11.64 0.09%) und UBS (UBSG 11.835 0.04%) knüpfen an ihren starken Lauf an. Die anfängliche Unterstützung der anderen beiden Schwergewichte, Roche (ROG 271.2 0.63%) und Nestlé (NESN 99 -0.32%), schmolz bis zum Handelsschluss stark ein. Die Aktien von Richemont (CFR 74.3 0.65%) beendeten den Tag gar im Minus, während die Investoren bei Swatch Group (UHR 270.4 -0.29%) zugriffen. Die Uhren- und Schmuckhersteller reagieren wegen ihrer starken Abhängigkeit vom asiatischen Markt besonders deutlich auf positive Nachrichten zu den US-chinesischen Handelsbeziehungen.

Das «Wall Street Journal» berichtete, dass US-Präsident Donald Trump und sein chinesischer Amtskollege Xi Jinping angesichts der Fortschritte bei den Verhandlungen noch Ende März bei einem Gipfeltreffen ein Abkommen zur Lösung des Zollkonflikts schliessen könnten.

Kardex überzeugt – Orior, Alpiq und Zur Rose verlieren

Bei den SMIM-Titeln führen Georg Fischer (FI-N 851.5 0.35%), Vifor Pharma (VIFN 140.9 0.93%), Straumann (STMN 835 1.09%) und Ems Chemie das Feld an. Im breiten Markt stechen CI COM ohne ersichtlichen Grund, Santhera (SANN 15.3 0.66%), die letzte Woche positive Studiendaten zu ihrem potentiellen Hauptprodukt präsentiert hatte, Evolva (EVE 0.214 1.9%), die ebenfalls bereits letzte Woche die Jahreszahlen präsentiert hatte sowie Cicor, Blackstone Resources (BLS 1.3 7.88%), Hochdorf (HOCN 111 0.91%), Ypsomed (YPSN 123.8 -3.28%) und Kardex (KARN 155.2 -0.51%) hervor. Letztere hat am Montag ansprechende Jahreszahlen publiziert.

Orior (ORON 76.4 0.92%) waren nach der Veröffentlichung der Jahresbilanz ebenfalls mit Gewinn gestartet, gaben ihn aber noch im Verlauf des Morgens ab. Auch Alpiq reagierten mit Verlusten auf enttäuschende Zahlen.

Abgaben verzeichnen Zur Rose (ROSE 99.3 1.12%), nachdem die Vertreter des Hauptaktionärs, Vanessa Frey und Heinz O. Baumgartner (BAP 338 -4.52%), angekündigt haben, sie würden nicht mehr für die Wiederwahl in den Verwaltungsrat zur Verfügung stehen. Schlatter (STRN 39 -3.94%), Relief Therapeutics (RLF 0.0038 5.56%), Obseva (OBSV 13.25 5.58%), Vetropack (VET 2170 1.17%) und Orell Füssli (OFN 92 0%) verlieren noch mehr als Zur Rose.

Der Dax (DAX 12011.04 0.49%) gibt ähnlich wie der SMI (SMI 9666.89 0.76%) marginal nach, der Euro Stoxx 50 (Euro Stoxx 50 3350.7 0.71%) legt um 0,2% zu, FTSE 100 und Cac 40 notieren mit je 0,4%, etwas deutlicher im Plus.

Wallstreet tritt an Ort – Der Euro gibt nach

In den USA eröffneten die Börsen wenig verändert. Um 17:30 Uhr MEZ notierte der S&P immer noch auf dem Niveau vom Freitag bei knapp über 2800 Punkten. Der Dow Jones (Dow Jones 25585.69 0.37%) und der breiter gefasste Russell 2000 gaben dagegen ein halbes Prozent ab.

Der Dollar notierte zum Franken leicht stärker (+0,15%) bei 1 $ für 1 Fr. Der Euro gab gegenüber dem Franken hingegen leicht nach und stand bei 1.132 Fr.

Die Ölpreise sind am Montag etwas gestiegen. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent (Brent 68.41 1.6%) kostete 65.80 $, 81 Cent mehr als am Freitag. Der Preis für ein Barrel der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI (WTI 58.49 1.16%)) stieg um 83 Cent auf 56.63 $. Am Markt wurden die höheren Ölpreise mit der Entwicklung der Bohrlöcher in den USA erklärt.

Gold (Gold 1284.88 0.11%) gibt 6.70 $ nach und notiert bei 1287.20 $ die Unze.

Die Vorgaben aus Asien waren freundlich. Hoffnungen auf ein Ende des US-Handelsstreits mit China liessen in Tokio den Nikkei 225 (Nikkei 225 21117.22 -0.16%) um rund 1% auf 21’822 Punkte steigen. Der CSI-300-Index kletterte um 1,2%. Der MSCI-Index für asiatische Aktien ausserhalb Japans stieg um 0,4%.

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