Märkte / Aktien

SMI schliesst über der 9100-Punkte-Marke

Die Schweizer Börse legt markant zu. Banken gewinnen klar. AMS stehen unter Druck. Der Dollar steigt auf Parität zum Franken.

(AWP/Reuters/SPU) Der Schweizer Aktienmarkt hat am Dienstag zu einem Sprung angesetzt. Damit knüpfte er an seinen positiven Vortagestrend an. Der Leitindex Swiss Market Index SMI (SMI 9571.22 -0.26%) eröffnete zwar nahezu unverändert, arbeitete sich im weiteren Handelsverlauf aber zunehmend nach oben. Am Nachmittag erreichte er die Marke von 9100 Punkten, über die er sich bis zum Handelsschluss festigte.

Auch an Wallstreet stiegen die Kurse. Die drei grossen Indizes an der New Yorker Börse legten bei Börsenschluss in Europa klar zu. So stieg der Dow Jones (Dow Jones 26559.54 0.42%) 0,6%. Der breiter gefasste S&P 500 (SP500 2905.03 0.16%) gewann 0,3%. Der Index der Technologiebörse Nasdaq Composite avancierte 0,6%.

Viele Gewinner im SMI

Bei den SMI-Titeln gewannen die meisten. Vor allem die Aktien der Grossbanken UBS (UBSG 13.44 0.6%) und Credit Suisse (CSGN 13.68 0%) setzten zusammen mit Julius Bär (BAER 48.02 2.08%) zur Gegenbewegung an, nachdem am Vortag die enttäuscht aufgenommenen Zahlen der Privatbank noch auf den Kursen gelastet hatten. Auch Zykliker wie Adecco (ADEN 60.06 1.28%) und Geberit (GEBN 421.3 0.48%) gehörten zu den grösseren Gewinnern. Lonza (LONN 297.4 2.16%) legten ebenfalls klar zu.

LafargeHolcim (LHN 53.14 1.3%) zogen an. Beim Zementkonzern könnte es mit der Sparte Mittlerer Osten und Afrika zu einer weiteren Devestitionen kommen.

Von den defensiven Schwergewichten stützten indes nur Nestlé (NESN 95.85 0.8%) den positiven Trend. Die beiden Pharmawerte Novartis (NOVN 77.03 -2.17%) und Roche (ROG 263.4 -1.09%) fielen hinter den Gesamtmarkt zurück. Den beiden erwächst auf dem Gebiet der Krebsimmuntherapien eine harte Konkurrenz: Merck und GlaxoSmithKline haben sich für eine Forschungskooperation zusammengetan.

Einzig Sika (SIKA 151.65 -0.07%) zählten zu den Verlierern. Morgan Stanley (MS 47.55 -1.47%) hatte die Bewertung der Papiere mit einem «Underweight»-Rating aufgenommen. Die Experten begründen diese Bewertung mit einem wenig attraktiven Risikoprofil.

AMS brachen ein

Das Hauptthema waren die Zahlen des Halbleiterherstellers AMS (AMS 35.01 -0.99%). Sie waren – wie auch der Ausblick – enttäuschend ausgefallen und schickten die Aktien daher auf Talfahrt. Gemäss Händlern kam auch die Streichung der Dividende am Markt nicht gut an.

Im breiten Markt stiegen die Titel des Rolltreppen- und Liftherstellers Schindler (SCHP 220.2 0.23%) klar, auch die Aktien des Spezialchemiekonzerns Clariant (CLN 22.34 0.22%) legten zu. Die Titel des Backwarenherstellers Aryzta (ARYN 1.418 -1.73%) wiesen nach dem jüngsten Kurstaucher enorme Schwankungen auf.

Sunrise (SRCG 69.4 0%) gaben nach und fielen im Sitzungsverlauf auf ein Jahrestief. Händler erklärten die anhaltende Kursschwäche mit einer Studie von Barclays (BARC 169.42 0.12%) und Übernahmespekulationen. Barclays hatte im Rahmen einer Telekom-Studie das Rating für Sunrise auf «Equal Weight» von «Overweight» gesenkt und das Kursziel auf 90 von 100 Fr. reduziert.

Komax (KOMN 235 -1.51%) gaben nach einem kritischen Analystenkommentar nach. Händler verwiesen auf eine Studie von Kepler Cheuvreux. Dort war die Analyse mit dem Rating «Reduce» und dem Kursziel 220 Fr. wieder aufgenommen worden.

Asien: Ruhe wegen Neujahr

Zahlreiche asiatische Aktienmärkte blieben wegen der Feierlichkeiten zum Neujahr geschlossen. Gehandelt wurde unter anderem in Tokio: Der Nikkei 225 startete mit Gewinnen in den Handel, rutschte dann aber 0,2% ins Minus. Der marktbreite Topix tendierte praktisch unverändert.

Dollar steht bei 1 Fr.

Der Greenback avancierte zum Franken und steig über die Marke von 1 Fr. Bei Handelsschluss in Europa lautete der Kurs 1.0005 Fr. Der Euro zeigte keine eindeutige Richtung. Die Gemeinschaftswährung wurde zur US-Valuta schwächer mit 1.1410 $ gehandelt. Zum Franken präsentierte sich der Euro bei einem Stand von 1.1411 Fr. unverändert.

Goldpreis stabil

Der Ölpreis handelte bei Börsenschluss unverändert. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent (Brent 71.98 0.39%) kostete gut 62 $. Der Goldpreis notierte über der Marke von 1300 $ und lag bei 1314 $.

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